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Pfarrkirche St. Peter

Pfarrkirche St. Peter

Im Jahre 969 kam die Pfarrkirche mitsamt ihrem Besitz durch eine Schenkung an das Kloster Einsiedeln, welches durch die Herren von Üsenberg als Vögte vertreten war. Die baufällige Kirche wurde in den Jahren 1773-75 durch den Freiburger Stadtbaumeister Johann Babtist Häring neu errichtet. In den folgenden 10 Jahren wurde sie festlich ausgeschmückt, wobei sich die Endinger endlich durchsetzen und ihre eigenen Künstler und Handwerker verpflichten konnten. Entstanden ist so ein Bauwerk nach Vorarlberger Schema, indem sich Rokoko sowie Anmut und Würde des frühen Klassizismus verbunden haben: anschaulich zeigt sich diese Paarung in den Deckenmalereien und den sie umgebenden Stuckverzierung. Die grossartige Barockorgel schuf der bekannte Ferdinand Stieffel. Von der mittelalterlichen Bausubstanz erhielt sich nur der Turm. In dessen Glockenstuhl befindet sich die älteste Glocke von Baden (um 1230).<BR> Unter badischer Herrschaft im 19. Jahrhundert wurde St. Peter zur alleinigen Pfarrkirche Endingens bestimmt. St. Martin konnte seine Bedeutung jedoch aufrecht erhalten, als Wallfahrtskirche zur Muttergottes mit dem «Tränenmirakel»; die Wallfahrt erlebte in den 1930-er Jahren wieder einen Aufschwung.

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