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Konstanz

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Konstanz - belebte Altstadt
Konstanz - belebte Altstadt<
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Konstanz- Bischofsstadt, Konzilsstadt, Reichsstadt, - eine wortwörtlich reiche Vergangenheit gilt es in der grössten Bodenseestadt zu entdecken! Zeugen der Geschichte haben sich im originalen mittelalterliche Stadtkern erhalten, und neben den öffentlichen Gebäuden und zahlreichen Bürgerhäusern ist das interessante historische Erbe vorallem verknüpft mit dem Münster, dem Konzilsgebäude, den beiden Rathäusern, der Domprobstei, der Stephanskirche oder der Dreifaltigkeitskirche.
Trotz den alten Fassaden, dem ehrwürdigen Charakter und den romantischen Gässchen ist die Altstadt von Konstanz eine belebte Zone und wirkt nie museal. Die Häuser sind mehrheitlich bewohnt; viele Läden, Restaurants, Kaffees sowie das Tempo und die Vielfalt der Nationalitäten, die sich in einer Universitätsstadt (seit 1966) finden, verbreiten jugendliche Frische und südländisches Flair, ausser, dass im Gegensatz zu den Städten im Süden hier die Altstadt autofrei gehalten ist.
Schnell ist man von der Stadt an den schönen und abwechslungsreichen Gestaden des Bodensees, einen Abstecher auf die Klosterinsel Reichenau ist dabei sehr zu empfehlen, und wer es beschaulicher möchte, sollte sich von der Blumeninsel Mainau verzaubern lassen, die seit der Gemeindereform auch rechtlich zu Konstanz gehört.

Begünstigend auf den Aufenthalt in der Stadt und der nahen Umgebung wirkt sich das heitere und milde Klima aus, das von der Lage am Bodensee herrührt, und schon seit alters her die Landwirtschaft und den Fremdenverkehr befördert hat. Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft ist daher in Konstanz überall anzutreffen.

Historie

58 v. Chr. erreichen die Römer die fruchtbaren Gegenden des Bodensees, die seit Urzeiten besiedelt sind.
6. Jh. erste Überlieferung der Stadt als «constantia». Der Name lehnt sich an Kaiser Konstantin II. an.
590 Konstanz wird Bischofssitz.
10. Jh. Die Bischöfe versuchen, die kirchliche Topographie der Stadt Rom planvoll und systematisch auf Konstanz zu übertagen. Mehrere Kirchengründungen, so etwa die Pfarrkirche St. Johann dienen diesem Vorhaben.
Stauferzeit: erster Höhepunkt der Stadt, die am Schnittpunkt wichtiger Strassen gelegen ist und daher wirtschaftlichen Erfolg verspricht. Die Staufer geben der Stadt Privilegien und halten einige Hoftage in Konstanz ab.
1237 wird Konstanz erstmals Reichsstadt genannt.
14. Jh. Die Selbstverwaltung der Stadt sowie die Emanzipation des Bürgertums von den Bischöfen nehmen ihren Lauf. Unterstützt wird dieser Prozess durch den wirtschaftlichen Erfolg der Stadt als Zentrum des Handels, das in alle Herren Länder Verbindungen unterhält. Daher übernimmt Konstanz auch die Führerrolle im Bodensee-Städtebund.
1388 Bau des Kaufhauses, das zur Zeit des Konstanzer Konzils für drei Tage als Konklave genutzt wurde.
15. Jh. Kämpfe des Patriziates mit den Zünften um die Vorrechte in der Stadt.
1414-18 Konstanzer Konzil, das 16. Konzil der Katholischen Kirche insgesamt. Es werden wichtige Reformen und Beschlüsse gefasst und Martin V. als neuer Papst ausgerufen.
Einem der drei Gegenpäpste, Johannes XXIII., verhilft Herzog Friedrich von Österreich während des Konzils zur Flucht. Der Herzog kommt deshalb unter Reichsacht, versöhnt sich aber später wieder mit König Sigismund.
16. Jh. wirtschaftlicher Niedergang von Konstanz und weitere Auseinandersetzungen der Stadt mit den Eidgenossen nach dem Schwaben- oder Schweizerkrieg von 1499.
1507 Maximilian I. veranstaltet seinen Reichstag in Konstanz. Hier wird auch seine Krönung zum Kaiser in die Wege geleitet.
1546/48 verhängt Kaiser Karl V. die Reichsacht über Konstanz, weil die protestantischen Strömungen in der Stadt wieder zugenommen haben. Der Bischof ist bereits nach Radolfzell ausgewichen, wo er seinen Sitz bezogen hat.
Konstanz verwirkt damit seine Reichsfreiheit, kommt unter habsburgische Landeshoheit und erhält eine österreichische Garnisonseinheit. Der katholische Glaube wird wieder eingeführt.
1548-1806 bleibt Konstanz unter der Herrschaft von Habsburg-Österreich. Kaiser Joseph II. führt eine reine Magistratsverfassung in die Stadtverwaltung ein. Gerade im 18. Jahrhundert macht sich das Haus Habsburg verdient, der wirtschaftlich schwachen Stadt neue Impulse zu verleihen.
1806 Danach fällt Konstanz im Zusammenhang mit der Auflösung des Reichs 1806 an das Grossherzogtum Baden.
1821 Das Bistum Konstanz wird aufgehoben.
19. Jh. Mit dem Bau der Hafenanlagen und der verkehrstechnischen Anbindung der Stadt an das Bahn- und Seenetz geht ein deutlich spürbarer, erneuter wirtschaftlicher Aufschwung einher.
1966 Gründung der Universität.
1971/75 Gemeinde- und Verwaltungsreform: unter anderem wird die Insel Mainau in Konstanz eingemeindet, wovon die Stadt vor allem bezüglich des Fremdenverkehrs sehr profitiert.
1978 Abzug der französischen Streitkräfte.
1980 Die zweite Rheinbrücke wird dem Verkehr übergeben.

Verkehrsanbindungen


Konstanz liegt im Schnittpunkt wichtiger Fernstrassen. Hauptzufahrten sind die B33 (Offenburg-Singen) oder die Autobahn BAB81 (Abfahrt Allensbach). Die Tag und Nacht verkehrende Autofähre schafft nach Süden den Anschluss an die Schweiz (und dort u.a. an die N1 nach Zürich), nach Norden hin an die B31 (Richtung Lindau, nach Bayern).


Direkte Zugverbindungen nach Konstanz bestehen von Hamburg, Berlin und anderen grösseren deutschen Städten aus. Der Regionalzug «Seehas» verbindet Konstanz mit der näheren Umgebung. Konstanz liegt auch an der Linie Basel-Waldshut-Singen-Konstanz.
In einer Stunde ist der Flughafen Zürich zu erreichen.
Ein komfortabel ausgebautes öffentliches Busnetz garantiert eine schnelle und optimale Beförderung auf dem Stadtgebiet.


 

 

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