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Das Hohe Haus

Das Hohe Haus

Historisierende Fresken am Haus
Historisierende Fresken am Hohen Haus von 1935.
© GWS GmbH, Rebekka Wuchner

Das Hohe Haus fällt dem Besucher durch seine reiche Fassadenmalerei unwillkürlich auf, obwohl die eine Seite des Gebäudes auf ein enges Gässchen zeigt. Diese Seite zeigt just einen festlichen Einzug in die Stadt Konstanz, wobei Herolde Fahnenstangen mit dem alten Reichswappen halten: den einfachen Adler ohne die Reichsinsignien im Greif. Vermutlich spielt die Szenerie auf die Hochzeit der Tochter von Burggraf Friedrich von Zollern mit Herzog Ludwig von Schlesien an, die 1418 am Ende des Konstanzer Konzils unter Anwesenheit von Kaiser Sigismund in der Stadt gefeiert wurde.
An der Stirnseite des Hauses zeigen die Fresken des Malers Brandes aus Meersburg das Leben und Treiben auf dem einstigen Fischmarkt.
Obwohl die Personen deutlich die heroischen Züge des 20. Jh.s tragen, die Malerei stammt aus dem Jahre 1935, erwecken sie ein Stück spätmittelalterlicher Geschichte, die Konstanz geprägt hat.
Das mit seinen fünf Stockwerken für die Zeit um 1294 ungewöhnlich hohe Stadthaus wurde von Bischof Heinrich von Klingenberg in Auftrag gegeben. Während der Konzilszeit wohnten hier etliche der hohen Gäste, so der bereits erwähnte Burggraf, der ein Jahr vor seiner Hochzeit 1417 das kaiserliche Lehen über die Mark Brandenburg erhielt und damit einer der 7 Kurfürsten wurde. Dies mag verdeutlichen, dass am Konzil noch andere brisante politische Themen behandelt wurden als nur die Reform der katholischen Kirche.

Besichtigung

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