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Das Münster Unserer Lieben Frau

Das Münster Unserer Lieben Frau

Die Mariensäule vor dem Münster
Die Mariensäule vor dem Münster
© GWS GmbH, Rebekka Wuchner

Über ein Jahrtausend war das Münster Bischofskirche. In ihm fand 1414-1418 das 16. abendländische Konzil, als Konzil von Konstanz in die Geschichte eingegangen, statt. Im Münster wurde während des Konzils der neue Papst Martin V. geweiht und Sigismund zum Kaiser gekrönt.
Das Münster ist der Muttergottes geweiht. Im Kern eine romanische Säulenbasilika, wurde diese in der Gotik mehrfach baulich verändert. Ein schwerwiegender Eingriff stellt jedoch die Zerstörungswut der Reformatoren dar, bei der vieles von der Raumausstattung verloren ging. Diese wurde danach in verschiedenen Stilen wieder ersetzt, so etwa im barocken Stil die Kanzel, eine Arbeit aus St. Gallen. Oder die Arbeiten des Michael d’Ixnard von 1775, der Chor, Vierung und Querschiffe mit dem schwer anmutenden klassizistischen Schmuck versah.
Da der Kirchenraum insgesamt so viele interessante und sehenswerte Details sein Eigen nennen kann, kann die hier vorliegende Beschreibung den Besuch in keinem Falle ersetzen. So seien nur stichwortartig die wichtigsten Höhepunkte im Innern des Münsters genannt: die acht Seitenkapellen mit ihren perspektivierenden schmiedeeisernen Gittertüren, die steinerne Orgelbühne mit der verzierten Orgel, die überlebensgrossen Wandbilder bei der Orgel, den Hl. Christophorus darstellend, gegenüber der prächtige Altarraum, sodann die barocken Epitaphien im nördlichen Seitenschiff, die gotische Welserkapelle, das prächtige Chorgestühl, der ausserordentlich lebendig gestaltete Marien-Tod-Altar von 1637, die zweistöckige Margarethenkapelle, die Konradskapelle, das «Heilige Grab» und die Krypta, der älteste Teil des Gotteshauses mit den berühmten vier vergoldeten Kupferscheiben aus dem 11. und 13. Jh.

Literatur

Köhler, Mathias: Konstanz. Das Münster Unserer Lieben Frau. Lindenberg 1998.
Hitzel, Franz: Münster U. L. Frau Konstanz. 18. Auflage, Regensburg1996.

Besichtigung
Ausserhalb der Gottesdienste.

Führungen
Auf Anfrage

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