Auf den Spuren der Habsburger

Ravensburg

Frühe Darstellung des Stadt- und Reichswappens (14. Jh)
Frühe Darstellung des Stadt- und Reichswappens, 14. Jh.
© GWS GmbH, Basel

Ravensburg, ehemals reichsunmittelbare Stadt, ist mit 50'000 Einwohnern die wirtschaftliche Mitte der Region von Allgäu und Bodensee und bildet zusammen mit Weingarten gar das Oberzentrum.
Die reiche historische Vergangenheit der Stadt, aber auch ihre wirtschaftliche Bedeutung als Handelszentrum in Mittelalter und Neuzeit sind in der gut erhaltenen Altstadt und den alten wie modernen Geschäften von heute lebendig und erlebbar geblieben. Nicht zuletzt aus diesem Grunde wird Ravensburg auch die Stadt der Türme und Tore genannt. Sehenswert sind aber auch die Patrizierhäuser und anderen Profanbauten der Stadt, zumal Fussgängerzonen zum Bummeln geradezu einladen. Vom Blaserturm aus, dem Wahrzeichen der Stadt, haben die Besucher einen wunderbaren Blick in die Ferne zu Bodensee und Alpen.
Ganzjährig bietet die Stadt ein anspruchsvolles Kulturprogramm an, wobei der Kenner in jedem Fall der Städtischen Galerie Ravensburg einen Besuch abstatten sollte.

Historie

    2000 v. Chr. Erste Siedlungsspuren auf der Veitsburg und im heutigen Stadtgebiet. Römersiedlungen im mittleren Schussental sind seit 15. v. Chr. nachgewiesen.
    9. Jh. Welfischer Fronhof westlich der mittelalterlichen Stadt, im Gebiet Pfannenstiel.
    1088 Erste Erwähnung der von Herzog Welf IV. erbauten Ravensburg.
    12 Jh. Um die Burg entwickelt sich eine Siedlung, die am Kreuzungspunkt wichtiger Handelswege liegt. Diese Lage begünstigt den Aufstieg des Ortes. 1152 erhält er von den Welfen das Marktrecht.
    1191 Ravensburg kommt an die Staufer, welche dem Ort das Stadtrecht verleihen.
    1274/76 wird Ravensburg Freie Reichsstadt.
    14. Jh. Ravensburg erfährt eine Erweiterung der Stadtanlage und erwirbt 1363 sogar ein eigenes kleines Territorium. 1331 tritt die Stadt dem Bodenseestädtebund bei.
    1380-1530 Die «Grosse Ravensburger Handelsgesellschaft» entwickelt sich zu einer der grössten Fernhandelsunternehmen des Reiches.
    1445 Ladislaus von Sunthain wird in Ravensburg geboren. Er wird später Historiograph Kaiser Maximilians I.
    1500 Mit ca. 5'000 Einwohnern ist Ravensburg am Ausgange des Mittelalters sechsgrösste Stadt Schwabens.
    1632/48 Niedergang der Stadt während des Dreissigjährigen Krieges.
    1802 Ravensburg wird bayerisch. Nach 8 Jahren treten die Bayern Ravensburg an das Königreich Württemberg ab.
    1933 Die Nationalsozialisten ergreifen in Ravensburg die Macht.
    1972/74 Gemeindereform: Eschach, Schmalegg, Taldorf und Adelsreute werden eingemeindet.
    1993 amerikanische Auszeichnung von Ravensburg als «Lebenswerte Stadt». In der Tat verfügt Ravensburg über ein schönes Ortsbild, da es im 2. Weltkrieg von einer Zerstörung verschont geblieben ist.

Verkehrsanbindung


Ravensburg liegt verkehrstechnisch günstig an verschiedenen Autobahnen (A8, A81, A96) und am Schnittpunkt der drei Bundesstrassen B30, B32 und B33.


Ravensburg ist auch mit dem öffentlichen Verkehr gut erschlossen und liegt an der Bahnlinie Ulm - Friedrichshafen.

Service

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zwischen Rhein und Donau"
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Frau Margrit Weber
Neudörfli 1
5600 Lenzburg

 

Für den EU-Raum:
Museum für Stadtgeschichte
Münsterplatz 30
DE-79098 Freiburg

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