Auf den Spuren der Habsburger

Die Salons im Abteiflügel

Je nach der Farbe der Tapeten erhielten die Salons ihre Spitznamen.
Der «Grüne Salon» war der Empfangssaal für Gäste des Abtes. Er ist mit einer kunstvollen Tapete aus der Manufaktur Zuber in Rixheim ausgestattet. Daneben ist der ornamentale Deckenstuck von Luigi Bossi raumgestalterisch auffallend; eher als Fremdkörper wirkt das grosse Gemälde des Spaniers Ribera aus dem 17. Jh., das für sich genommen aber ein bedeutendes Ölbild aus dem Naturalismus darstellt und oft kopiert worden war. Ein edler Schrank aus den Wiener Hofgemächern Franz Josefs fand auf Umwegen ebenfalls seinen Platz in diesem Zimmer des den Habsburgern nahe stehenden Klosters.
Der «Rote» und der «Blaue Salon» dienten dem Grosskeller, also dem Verwalter des Klosters, als Wohn- und Arbeitsraum. Da das Ansehen der Abtei auch an der Weite der Besitzungen gemessen wurde, war der Grosskeller neben dem Abt die zweitwichtigste Person im Kloster; dem entsprechend waren seine Räume reich und grosszügig ausgestaltet.
Der blaue Saal erinnert vielfach an die gemeinsame habsburgisch-vorderösterreichische Vergangenheit, u.a. mit der Deckenrossette, wiederum vom Stuckateur Luigi Bossi gestaltet.

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