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Das Neue Schloss

Das Neue Schloss

Das weithin sichtbare Barockschloss beherrscht noch immer das Stadtbild von Tettnang. Graf Anton liess die Anlage 1712 durch den Benediktiner Pater Chr. Gessinger aus Isny im Allgäu noch ganz in der Renaissance-Tradition als repräsentativer vierflügeliger Bau mit vier Ecktürmen errichten. 1728 mussten die Arbeiten wegen Geldmangels eingestellt werden und der unfertige Bau wurde sogar 25 Jahre später ein Raub der Flammen.
Nach dem Brand von 1753 wurde das Neue Schloss im Auftrag von Graf Franz Xaver mit Mansarden und Fassadengiebeln wiederaufgebaut und im Innern mit bedeutenden Stuckarbeiten u. a. von J. A. Feuchtmayer und mit Fresken von A. Brugger (Kapelle und Bacchussal) versehen. Die qualitativ gute und dekorative Innenausstattung vor allem der Belétage verschlang wiederum so viel Geld, dass die Arbeiten ein zweites Mal eingestellt werden mussten. Dennoch ist die imposant anzuschauende Anlage und die künstlerische Baugestaltung von Renaissance bis Spätbarock bis heute von Bedeutung geblieben.
1966 wurde das Schloss durch die fachkundige und liebevolle Renovation, welche die Verwaltung den staatlichen Schlössern und Gärten in Baden-Württemberg generell angedeihen lässt, wieder zu einem Schmuckstück barocker Kunst hergerichtet.

Literatur

Merten, Klaus: Neues Schloss Tettnang. Aus der Reihe Staatl. Schlösser und Gärten in Baden-Württemberg, Abteilung Stuttgart und Tübingen.

Besichtigung
Auf Anfrage
Ritter- und Bacchussaal ganzjährig geöffnet
Schlosshof eingeschränkt geöffnet

Führungen
Auf Anfrage

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