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Pfarrkirche St. Gallus

Pfarrkirche St. Gallus

Die Pfarrei von Tettnang aus dem 9. Jahrhundert gehörte zum Bistum Konstanz, jedoch nicht wie die anderen Pfarreien in der Herrschaft Montfort zum Dekanat Lindau sondern zum Dekanat Ravensburg, das unter welfischem Einfluss war.
Die ursprüngliche Holzkirche wurde von einer romanischen Steinkirche abgelöst, die ihrerseits dem Bau einer neuen Kirche um 1400 weichen musste, weil sie durch die Zunahme der Bevölkerung zu klein geworden war. Diese gotische Kirche wurde im Verlaufe des ganzen 18. Jahrhunderts barockisiert, zumal der Blitzschlag 1732 grössere Schäden anrichtete und sowieso umfangreiche Reparaturen nach sich zog. Vom Turm mit dem spitzen Turmdach ist wegen zweimaligem Blitzschlag fast nichts mehr übrig geblieben; er wurde 1705 durch den achteckigen Turmaufbau mit der barocken Zwiebelhaube ersetzt. Die schönen Arbeiten unter anderem des Malers Andreas Brugger gingen bei einem weiteren Neubau der Kirche 1858/60 verloren.
Vollständig erneuert wurde die Kirche jedoch nach den Zerstörungen des 2. Weltkrieges, wobei der barockisierte Turm, der alle Stürme und Erneuerungen bisher überlebte, auch diesmal stehen gelassen wurde. Sehenswert sind weiter das sogenannte Caravacakreuz auf dem Turm und das klassizistische Denkmal für den letzten Montforter sowie die kunsthandwerklichen Arbeiten aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg: Kommuniongitter, Kanzel aus Bronze, Majoliken am Kreuzaltar, die 11m hohen farbigen Glasfenster und die neue Orgel.

Literatur

Frick, Alex: Pfarrei St. Gallus Tettnang. Schnell Kunstführer 1335, München 1982.

Besichtigung
Ausserhalb der Gottesdienste

Führungen
Allenfalls in Verbindung mit einer grösseren Führung buchbar

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