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Historie

Ursprünglich trug nur das Kloster oberhalb des Fleckens Altdorf am Ostrand des Schussentals den Namen Weingarten. Erst im Jahre 1865 wurde mit der Erhebung des Ortes zur Stadt ein Namenswechsel iniziiert und fortan hiess die Stadt Weingarten.
Schon in alemannischer Zeit war hier eine grössere Siedlung, die zum Mittelpunkt des Schussengaues und des fränkischen Königshofes wurde. Das Königsgut ging an die seit dem 9. Jahrhundert im Schussental nachweisbaren Welfen über. Der Welfe Heinrich, Vater des später heilig gesprochenen Bischofs Konrad von Konstanz, gründete in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts auf dem Martinsberg ein Frauenkloster. Herzog Welf IV. wechselte rund 100 Jahre später die Nonnen mit Benediktinermönchen vom welfischen Kloster Altomünster aus. Das Männerkloster erhielt den Namen Weingarten. Das Kloster, Grablege der Herzöge, wurde reich ausgestattet. Weingarten hatte den Welfen viel zu verdanken, die Siedlung Altdorf unterhalb des Klosters aber stand sowohl im Schatten des Klosters Weingarten als auch der nahen, aufstrebenden Reichsstadt Ravensburg.
Die Siedlung konnte sich unter diesen Voraussetzungen nie richtig entwickeln. Das Marktprivileg Kaiser Karls IV. von 1377 wurde durch den Einspruch der Ravensburger ungültig gemacht; umgekehrt behaupteten die Altdorfer jedoch den im gleichen Jahre verliehenen Blutbann. Erst 1486 mit der Verpfändung der kaiserlichen Landvogtei an Habsburg-Österreich besserte sich die Lage. Die Nachbarschaft zum Kloster, das Grundbesitz und Leibeigene in Altdorf besass, gab vorerst noch Anlass zu Streitigkeiten, die 1531-33 zwischen dem Kloster und der Landvogtei jedoch beigelegt werden konnten. Den Habsburgern gelang es indessen nicht, das Kloster unter ihre Hoheit zu bekommen.

Lage

Von Weingarten gut zu erreichen ist der Bodensee mit der Blumeninsel Mainau und den geschichtsträchtigen Städten Konstanz und Bregenz. Weitere Highlights stehen für den Reisefreudigen mit den Städten Augsburg, St. Gallen und Frauenfeld mit seiner nahe gelegenen Kartause Ittingen auf dem Programm. Andere habsburgische Zentren brauchen eine längere Reisezeit, die es aber lohnt, bei folgenden Destinationen auf sich zu nehmen: Brugg, Baden, Königsfelden sowie die 4 am Hochrhein gelegenen Waldstädte Waldshut, Laufenburg, Säckingen und Rheinfelden, und zu guter letzt Basel am Rheinknie und Freiburg i. Br.

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