Auf den Spuren der Habsburger

Stolz ragt die Burg in den Himmel
Stolz ragt die Burg in den Himmel
© Château du Haut-Koenigsbourg

Die Hohkönigsburg befindet sich 50 km südlich von Straßburg, 28 km nördlich von Colmar und 12 km westlich von Sélestat auf dem Gemeindegebiet von Orschwiller.

Château du Haut-Koenigsbourg
Château du Haut-Koenigsbourg

Historie

Die Geschichte der Hohkönigsburg: ein Überblick

Die Hohkönigsburg, die über mehrere Handelstrassen ragt, ist schriftlich zum ersten mal 1147 erwähnt worden.
Zu diesem Zeitpunkt gehörte sie zwei Staufern, die sich die Besitztümer der Abtei Saint-Denis bei Paris widerrechtlich angegliedert hatten.
Die Abtei hatte diese Rechte auf die Hohkönigsburg 774 von Karl dem Grossen erhalten.

Nach dem Aussterben der Hohenstaufen um 1250 waren die Rechte auf die Burgen der Gegend ziemlich undeutlich.

Die Herzöge von Lothringen, das Bistum von Strassburg usw. vergaben diese Burg als Lehen an die Rathsamhausen und die Hohenstein.
Die Burg wurde später von Raubrittern eingenommen, die 1462 von einer regionalen Koalition – Österreich eingeschlossen – verjagt wurden.

1479 belehnte Kaiser Friedrich III. die Gebrüder Wilhelm und Oswald von Tierstein mit der Ruine der Hohkönigsburg.
Die Tiersteiner bauten die Burg kostspiellig um und statteten sie mit einem Artillerie-gerechtem Wehrsystem aus.
Streitigkeiten zwischen dem Erzherzog von Österreich und dem Kaiser kamen inzwischen, bezüglich der Rechte auf die Burg, zum Vorschein.

1517 kauften die Habsburger die Burg dem letzten Tiersteiner ab.
Nach seinem Tod 1519, beschlossen sie in der Burg einen Vogt unterzubringen, und das bis 1533.
Dann wurde die Burg an die Sickingen verpfändet.

Die Sickingen, sowohl als auch ihre Nachfolger, Rudolf von Bollweiller 1606 und Fugger 1616 hatten grosse finanzielle Schwierigkeiten mit dem Unterhalt des Verteidigungssystems der Burg.
Trotzdem leistete die Hohkönigsburg während der schwedischen Belagerung 1633 fast zwei Monate lang Widerstand. Letzlich wurde die Burg doch geplündert und in Brand gesteckt.
Mit dem Ende des Dreissigjährigen Krieges nimmt auch die Anwesenheit der Habsburger auf der Hohkönigsburg ein Ende.

Nach zweieinhalb Jahrhunderten als Ruine wurde die Burg, die seit 1865 im Besitz der Stadt Sélestat war, Kaiser Wilhelm II. von Hohenzollern geschenkt (1899).
Das Elsass war seit 1871 unter deutscher Verwaltung, so beschloss der Kaiser die Hohkönigsburg als Symbol der deutschen Macht restaurieren zu lassen.
Diese Restaurierung bot ihm auch die Gelegenheit das Geschlecht der Hohenzollern in der Kaiserwürde zu legitimieren.

Die Restaurierungsarbeiten dauerten acht Jahre (1901-1908) und wurden einem jungen berliner Architekten namens Bodo Ebhardt anvertraut.
Dieser begeisterte Mittelalterspezialist führte die Restaurierung der Burg auf wissenschaftlicher und methodischer Basis durch. Selbst wenn seine Arbeit damals, und noch ziemlich lange danach, sehr umstritten wurde, ist die Hohkönigsburg heute repräsentativ für die Burgenarchitektur des XV-XVI Jahrhunderts.

Erst 1993 wurde die Hohkönigsburg in ihrem Ganzen und als restaurierte Burg unter Denkmalschutz gestellt. Die Ruine war es bereits seit 1862!

Verkehrsanbindungen


A35 Colmar-Straßburg, über Kintzheim (Ausfahrt 17)
oder Saint-Hippolyte (Ausfahrt 18)
N 59 über Lièvre
D 42 über Bergheim und Thannenkirch

Sie finden am Fusse der Burg zahlreiche Parkplätze.

Service

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Das Begleitbuch zur Aus-
stellung "Die Habsburger
zwischen Rhein und Donau"
können Sie bestellen:

 

Für die Schweiz:
Frau Margrit Weber
Neudörfli 1
5600 Lenzburg

 

Für den EU-Raum:
Museum für Stadtgeschichte
Münsterplatz 30
DE-79098 Freiburg

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