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Pfirt und Gaming

Pfirt und Gaming

Die Ostansicht der renovierten Pfarrkirche
Die Ostansicht der renovierten Pfarrkirche von Gaming.
© Walter Hildebrand, Gaming

Aus Dankbarkeit über die Genesung Albrechts von einer schweren Krankheit legten Johanna und Albrecht im Jahre 1322 das Gelübde ab, ein Kloster zu stiften. Im Jahre 1330 wurde das Versprechen mit der Gründung der Kartause Gaming in Niederösterreich eingelöst. Nach zwölfjähriger Bauzeit konnte die Klosterkirche geweiht werden.
1351 wurde Johanna von Pfirt, die Stifterin, und sieben Jahre später ihr Gemahl Albrecht II., im Kloster bestattet. Die Totenruhe wurde durch die Aufhebung der Kartause im Jahre 1782 gestört und die sterblichen Reste in die Pfarrkirche überführt. Nach der sorgfältigen Restauration durch Dipl.-Ing. Walter Hildebrand Mitte der Achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts konnten die beiden Stifter wieder in ihrer Kartause beigesetzt werden.
Der Geburtsort von Johanna von Pfirt und ihre Grablege in Gaming liegen fast 600 km auseinander, was uns die Ausdehnung der habsburgischen Herrschaft im 14. Jh. anschaulich vor Augen führt. Dabei liegen sowohl die Stadt Pfirt als auch die Kartause Gaming vergleichbar vor hohen und bewaldeten Hügeln und dürften Johannna jeweils Heimat gewesen sein.

Literatur

Stelzer, Winfried: Herzog Albrecht II. von Österreich, die Gründung der Kartause und die Grablege der Stifter. In: Hildebrand, Walter: Kartause Gaming - die umweltfreundliche gotische Stadt, Gaming, 1991.

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