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Feldkirch

Feldkirch

Feldkirch liegt knapp vor der Mündung der Ill in den Rhein, und bietet einen schönen Ausblick ins Rheintal.

Historie

842 Erste Nennung von Feldkirch im Rhätischen Urbar als Ort «ad Feldkirichun».
1190 Verlegung der Residenz der Grafen von Montfort nach Feldkirch. Die dort gebaute Schattenburg wird ein Zentrum der Ritterkultur. Bis zu seinem Tod um 1230 prägt Graf Hugo I. von Montfort Feldkirch.
1208 Feldkirch wird noch Dorf (vicus) genannt, bereits 10 Jahre später scheint der Ort in der Stiftungsurkunde der Johanniterkommende als Stadt (civitas) auf. 1255 wird der erste Stadtammann genannt.
1258 und 1270 teilen die Montforter ihren Familienbesitz auf und verlieren viel von ihrem regionalen Einfluss; sie stellen sich darauf zeitweise in den Dienst der Habsburger.
1267 Durch eine weitere Erbteilung entsteht die Grafschaft Montfort-Feldkirch.
1269/70 Graf Rudolf IV. von Habsburg, der spätere König führt gegen die Montforter Krieg. Auch als König Rudolf I. zieht er gegen die Grafen in den Krieg: zwischen 1286-90.
1313 Kaiser Heinrich VII. verleiht Feldkirch das Lindauer Stadtrecht. Die Walser siedeln sich in der Gegend an.
1322 Rudolf von Montfort-Feldkirch wird Bischof von Chur und Konstanz.
1355 Überfall der Grafen Montfort-Feldkirch auf die eigene Stadt.
1360 Die Feldkircher Linie der Grafen von Montfort werden endgültig Vasallen der Habsburger. Feldkirch erhält in der Folge die Hohe Gerichtsbarkeit.
1375/77 Habsburg unter Herzog Leopold III. erwirbt durch Kauf die Grafschaft Feldkirch und den inneren Bregenzer Wald.
1377 Der «Grosse Freiheitsbrief» der Stadt wird bestätigt, die Zunftherrschaft verliert aber rasch an Einfluss.
1387 Der letzte Montforter von Feldkirch, Graf Rudolf, baut die Strasse über den Septimerpass.
1390 Mit Rudolf stirbt das Geschlecht Montfort-Feldkirch aus. Feldkirch ist keine Residenz mehr.
1405 Feldkirch ist Hauptort im «Bund ob dem See» (zusammen mit Appenzell und St. Gallen), der 1408 mit dem Frieden von Konstanz wieder aufgelöst wird.
1412 Feldkirch wird Tagungsort der österreichischen Landstände.
1414 Auf seiner Flucht kommt Papst Johannes XXIII. zur Zeit des Konstanzer Konzils auch nach Feldkirch.
1436 Nach dem Tode von Graf Friedrich von Toggenburg, der Feldkirch 1425 seiner Alleinherrschaft unterworfen hat, wird Feldkirch wieder habsburgisch. In der Stadt mehren sich die trennenden Elemente gegen die Eidgenossen. Freiheitsbrief Herzog Friedrichs von Tirol.
1443 Die erste amtliche Post zwischen Feldkirch und dem Hof in Wien wird eingerichtet.
1474 In Feldkirch wird die „Ewige Richtung“ zwischen Habsburg-Österreich und den Eidgenossen vereinbart.
1489 Feldkirch tritt dem Schwäbischen Bund bei.
1499 Feldkirch kämpft im Schwabenkrieg auf der Seite der Habsburger, die Landschaft wird von der Eidgenossen vorübergehend erobert. Mit dem Frieden von Basel werden die Feindseligkeiten beendet.
1510 Kaiser Maximilian I. in Feldkirch.
1523 Feldkirch steht im Ringen um die Landeshauptstadt in Konkurrenz mit Bregenz.
1546 Schmalkaldischer Krieg: die nachhaltige Schwächung des Fernverkehrs ist auch in Feldkirch spürbar.
1610 Das Johanniterkloster und dessen Besitz geht an das mächtige Benediktinerkloster Weingarten über. 1695 zieht sich Weingarten aus Feldkirch zurück.
1647 Feldkirch wird im Dreissigjährigen Krieg von den Schweden besetzt.
1697 Ein Brand zerstört die Stadt fast vollständig.
1722 Feldkirch anerkennt die Pragmatische Sanktion Maria Theresias. Maria Theresia ergreift politisch stabilisierende Massnahmen in Feldkirch, unter anderem mit einer Verwaltungsreform.
1806 Auflösung des Heiligen Römischen Reichs. Feldkirch fällt an Bayern. In der Folge Auflösung der Landstände und Einführung der bayerischen Gemeindeordnung.
1848 Die Revolutionsjahre erfassen auch Feldkirch.
1872 Unter dem Revolutionsführer Carl Ganahl wird mit dem Bau der Vorarlbergbahn begonnen.
1919 Kaiser Karl und seine Gemahlin Kaiserin Zita verlassen via Feldkirch ihre alte Herrschaft Österreich. Im sogenannten Feldkircher Abschiedsmanifest widerruft der Kaiser die Abmachungen mit «Deutschösterreich».
1968 Feldkirch wird selbstständige Diözese und Sitz des Landesbischofs.

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