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Historie

Die Habsburg ist als namengebende Burg des grossen europäischen Königshauses von herausragender symbolischer Bedeutung. Sie zählt zu den wenigen Burgen, welche die Habsburger selbst bauen liessen und liegt auf ihrem bescheidenen Eigengut. Gemäss der chronikalischen Überlieferung wurde sie auf Veranlassung von Radbot und seinem Schwager Bischof Wernher von Strassburg zwischen 1020 und 1030 errichtet. In den folgenden zweihundert Jahren wurde sie zu einer der grössten Burganlagen des Kantons Aargau ausgebaut.
Die chronikalische Überlieferung weiss zur Namensfindung eine hübsche Geschichte zu erzählen: «Also fügte es sich einmal, daß derselbe junge Herr ritt und jagte überall in dem Lande, und er ritt mit anderen Edelleuten bis in den Aargau. Also warf derselbe junge Herr sein Federspiel [einen abgerichteten Vogel] zur Jagd auf einen anderen Vogel und hetzte sein Federspiel also auf. Das Federspiel ging in die Luft, und keiner wußte, wohin es geflogen war. Also suchten sie es den ganzen Tag und konnten ihm nicht nachfolgen. Der Herr ließ nicht ab, er wollte sein Federspiel suchen. Also fanden sie es am anderen Morgen auf einer hübschen Anhöhe. Der Herr war froh, und ihm gefiel der Hügel gar wohl, und es hat ihn sehr gelüstet, eine Feste dort zu bauen, und er sprach zu den Edlen und zu seinen Dienern: Ist es hier nicht sehr schön? Also fing der Herr an, ein Haus dort zu bauen und nannte es Habsburg und war es deshalb Habsburg geheißen, weil er den Habicht auf diesem Berg gefunden hatte.»

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