Auf den Spuren der Habsburger

Dogern

Dogern liegt am Hochrhein westlich von Waldshut. Neben zahlreichen Bau- und Dienstleistungsbetrieben hat Dogern auch ein eigenes Rheinkraftwerk. Kleinere Industriezonen ausserhalb des Dorfes gehören mittlerweile ebenfalls dazu.
Die ehemals landwirtschaftlich strukturierte Gemeinde (Korn und Reben) hat sich im Laufe der Jahre zu einer Wohngemeinde der nahen Kreisstadt Waldshut-Tiengen entwickelt. Von den Aussichtspunkten Bürgelrain und Rüttebuck geniesst man einen herrlichen Rundblick ins Rheintal und auf das Dorf mit seiner markanten Pfarrkirche. Dogern liegt zwischen 300-600 M. ü. M.

Historie

    3. Jh. Alemannische Landnahme in rechtsrheinischem Gebiet.
    1128 taucht Dogern erstmals urkundlich auf im Namen des Kreuzritters «Henricus a Dogern».
    1284 Dogern kommt unter die Herrschaft der Johanniterkommende von Klingnau.
    1335 Die Johanniter verkaufen ihre Rechte an Dorf und Kirchensatz an das habsburgische Kloster Königsfelden im Aargau. Nach der Selbstauflösung des Klosters in der Reformation geht die Kirchherrschaft zeitweilig an die Stadt Bern über.
    1684 kommt Dogern an das Kloster St. Blasien.
    1720 Der «Vertrag von Dogern», Einigungsvertrag zwischen dem Kloster, dem Waldvogt und den Einungsmeistern um die Selbstverwaltung in der Grafschaft Hauenstein.
    1728-55 Die Salpeterunruhen brechen aus und sind im Dorf sehr gut zu spüren. Der Dogener Leontius Brutsche versucht mit einer Wallfahrt nach Einsiedeln die Forderungen der Salpeterer zu unterstützen. Er wird später in Albbruck als Rädelsführer verurteilt und in Dogern enthauptet. Andere ereilt das Schicksal der Verbannung in das Banat/Ungarn.
    1796/1805 Während der Revolutionsjahre bekam Dogern die volle Wucht der französischen Armee zu spüren. Nach einer Abwendung der Gefahr gelobten die Menschen, jährlich eine Wallfahrt nach Todtmoos zu unternehmen.
    1806 wird der Ort badisch. Missernten und Not trieben im 19. Jahrhundert viele Menschen zur Auswanderung nach Übersee.

Verkehrsanbindung


Dogern liegt an der Bundesstrasse E34 Basel-Schaffhausen.


Es besteht ein öffentliches Busnetz, an das Dogern angeschlossen ist (Waldshuter Tarif Verbund).
Dogern liegt an der Bahnverbindung Basel-Singen.

Service

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Das Begleitbuch zur Aus-
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zwischen Rhein und Donau"
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Frau Margrit Weber
Neudörfli 1
5600 Lenzburg

 

Für den EU-Raum:
Museum für Stadtgeschichte
Münsterplatz 30
DE-79098 Freiburg

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