Auf den Spuren der Habsburger

Historie

Zwischen Waldshut und Bad Säckingen liegt der kleine Ort Hauenstein, der einmal dem Gebiet nördlich vom Hochrhein, der Grafschaft Hauenstein, den Namen gab. Dieses Gebiet entspricht heute in etwa dem Gebiet des Hotzenwaldes im Schwarzwald. Es unterstand von 1254 bis 1806 dem Haus Habsburg und hiess früher auch richtig Vogtei Hauenstein. Erst im Verlaufe des 16. Jahrhunderts sprach man selbstbewusst von einer «Grafschaft» aufgrund der von Königen und Kaisern ertrotzten mannigfaltigen Privilegien. Diese Sonderstellung konnten sich die Bewohner dieses Landstrichs als sogenannte Rodungsfreie, heute würden wir von Pionieren sprechen, herausnehmen und bis in die Neuzeit hinein bewahren. Die Sprecher, die sogenannten Redmänner der Hauensteiner Einungen oder Bezirke sprachen daher ohne Scheu mit dem von Österreich delegierten Waldvogt.
Die Geschichte Dogerns ist vornehmlich mit jener der Grafschaft Hauenstein verbunden. Dogern war nämlich der Sitz des Redmanns. So kamen die 8 Einungsmeister aus den Bezirken mit ihrem Redmann hier monatlich zusammen. Gelegentlich war auch der Waldvogt aus dem nahen Waldshut dabei. Getagt wurde, wie in jener Zeit üblich, in einer der Wirtschaften des Dorfes.
Als Hauptort der Einungen war Dogern immer wieder Schauplatz heftiger Kämpfe und im 18. Jahrhundert gar Versammlungsort der Aufständischen im Salpetererkrieg, als jene sich für viele Jahre gegen das Kloster St. Blasien und die Leibeigenschaft zur Wehr setzten. Viele Dogener wurden in diesen teilweise bösen Auseinandersetzungen getötet (enthauptet) oder nach Ungarn verbannt. Zu dieser Zeit trat insbesondere der Hirschenwirt Konrad Ebner ins Rampenlicht der Geschichte. Er war zugleich Redmann und Landkassier der Einung. Sein Schicksal sah besser aus: er erhielt von Maria Theresia für seine Verdienste eine goldene Medaille. An ihn erinnert bis heute ein Brunnen und eine Brunnenfigur aus der hauensteinischen Zeit in der Mitte des Dorfes.
Im «Hirschen» waren auch die Privilegienbriefe und die Dokumente der hauensteinischen Einungsverfassung in einer Truhe aufbewahrt, der sogenannten «Landeslade». Diese ist heute leider verschollen.

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