Auf den Spuren der Habsburger

Hans Kuoni und die Stockacher Fasnacht

Standort: Altstadt, Pfarrstrasse

Das «Hohe Grobgünstige Narrengericht zu Stocken» soll durch ein Privileg Albrechts II. von Österreich 1351 an den Bürgerssohn Hans Kuoni entstanden sein. Obwohl Kuoni in mehreren Chroniken namentlich fassbar ist und sogar tatsächlich der Hofnarr Leopolds und später Albrechts gewesen sein könnte, muss jedoch sicher die Entstehung des Narrengerichts im Umfeld der Sagen und Geschichten angesiedelt werden. Dennoch ist die Institution des Narrengerichts als Dreh- und Angelpunkt der Fasnacht schon mehrere Jahrhunderte alt und hat, zusammen mit der Figur Kuonis, bis heute überlebt. Erhalten geblieben ist uns so ein ganz spezielles Begehen der alemannischen Fasnacht.
Die Organisation des Stockacher Narrengerichts war einstmals ganz auf die närrische Rechtsprechung ausgerichtet. Neben dem schalkhaften Aspekt mischte sich aber gerne in die Veranstaltung auch das nicht zimperliche und stellenweise grobe Massregeln einiger unbeliebter Bürger ein. So hatte beispielsweise Kaiser Karl VI. per Dekret 1715 die Landrichter im Hegau und Madach aufzufordern, dem Unfug ein Ende zu setzen. Zu allen Zeiten fanden solche obrigkeitlichen Bemühungen kein Gehör bei den festfreudigen Untertanen, und bis auf den heutigen Tag wird darum in Stockach Gericht gehalten: allerdings in einer «schlankeren» Version, indem nur noch über eine Person des öffentlichen Lebens zu Gericht gesessen wird.
Bereits das Setzen des Narrenbaums ist mit viel Spass verbunden und stimmt ein auf die kommenden Fasnachtstage, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
Die Stockacher Fasnacht beginnt in heutiger Zeit am Dreikönigstag (6. Januar) und endet am Sonntag Lätare.

Besichtigung

Außerhalb der Gottesdienste

Führungen
Innerhalb von Stadtführungen buchbar

Literatur

Eble, Alfred: Das Stockacher Narrengericht in Vergangenheit und Gegenwart. Herausgegeben zum 650-ten Jubiläum vom Hohen Grobgünstigen Narrengericht zu Stocken e. V. Stockach 2001.

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