Auf den Spuren der Habsburger

Die Habsburger zwischen Föderalismus und Zentralismus

Rathaus mitten in der Stadt Ensisheim

Nach dem Tod von Maximilian I. werden im Jahr 1520 die habsburgischen Besitzungen unter seinen Enkeln aufgeteilt. Karl erhält die Kaiserkone und die Besitzungen aus dem mütterlichen Erbe. Dies umfaßt Spanien, die amerikanischen Kolonien, italienische Rechte und Besitze. Dazu aus der Linie der Großmutter burgundische Güter, die Franche-Comté und die Niederlande. Ferdinand erhält die Länder aus dem Besitz des Großvaters Maximilian: die Erbgüter auf deutschem Boden und den Titel des Königs der Römer, den er von 1531 an trägt. Im Jahre 1523 erläßt Erzherzog Ferdinand I. ein Edikt, das die Verwaltungsordnung, wie Maximilian sie verfügt hatte, ersetzt. Künftig wird die Zentralgewalt beim Erzherzog in Innsbruck liegen. In Ensisheim residiert das «Regiment». Dieses berichtet den Erzherzögen über alle Belange der rheinischen Besitzungen. Diese «Regierung» wird 1570 durch eine «Kammer» ergänzt, welche die Finanzen und die Verwaltung der Güter des Erzherzogtums übernimmt. Von jetzt an ist Vorderösterreich eine politische Einheit, bestehend aus dem Oberelsass, den schwäbischen Territorien, den Waldstädten, dem Breisgau und dem Fricktal.

Die Herrschaft von Ensisheim.

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