Auf den Spuren der Habsburger

König Albrecht, Herzog von Österreich

Ermordung König Albrechts

Rudolf setzt seinen erstgeborenen Sohn Albrecht zum Herzog von Österreich ein. Damit beginnen die Habsburger nach den Babenbergern die zweiten vom Reich rechtmässig eingesetzten Herzöge zu stellen. Albrecht pflegt einen energischen Führungsstil. Er verpflichtet sich schwäbische Dienstleute, ohne den einheimischen Adel auch nur für gewisse Aufgaben zu berücksichtigen. Es regt sich Widerstand, der nach dem Tod König Rudolfs 1291 offen ausbricht. Albrecht weiß jedoch gut zu verhandeln und erreicht, dass er sieben Jahre später selber zum König gewählt wird. Im Vordergrund seiner offensiven Politik steht nun die Errichtung der habsburgischen Erbmonarchie. Zu diesem Zweck verbündet sich Albrecht sogar mit dem König von Frankreich. Seinen erfolgversprechenden Plänen wird ein jähes Ende gesetzt. Albrecht fällt einer Verschwörung zum Opfer und wird 1308 von seinem Neffen Johann hinterrücks ermordet. In der Folge dauert es über ein Jahrhundert, bis die Habsburger wieder die Macht im Heiligen Römischen Reich übernehmen.

Die Nachfolge von König Rudolf.

Genealogie Albrecht I.

Albrecht II.

Herzog von Österreich und der Steiermark 1330
Beiname: der Weise, der Lahme
Wahlspruch: «ET HIC VIRUM AGIT = Auch das (Holzbein) bringt den Mann voran.»

Geburtsdatum:
12.12.1298
Sterbedatum:
20.07.1358
Geburtsort:
Brugg an der Aare (auf der Habsburg)
Sterbeort:
Wien
Todesursache:
Arthritis, paralytischer Anfall
Beisetzung:
Kloster (Kartause) Gaming, Niederösterreich. 1797 überführt in die Pfarrkirche von Gaming
Datum der Königswahl:
Datum der Kaiserkrönung:
Regierungszeit:
1330 - 1358
 
EhepartnerIn: Johanna von Pfirt ( *1300 – †1351 )
Heiratsdatum: 26.3.1324
Heiratsort: Wien
Kinder:
Rudolf IV. (1339)
Katharina (1342)
Margarete (1346)
Friedrich III. (1347)
Albrecht III. (1348)
Leopold III. (1351)
Historische Meilensteine:

25.3.1330

Hz. Albrecht II. erleidet durch einen Vergiftungsversuch in der Wiener Hofburg Lähmungen an Händen und Füssen. Trotzdem war er sehr tatkräftig und beim Volk sehr beliebt.

6.8.1330

Vertragsabschluss zwischen Hz. Albrecht II. und Ludwig IV. d. Bayer (50). Gegen Verzicht auf die Königskrone und das Reich wird den Habsburgern die Herrschaft in den österr. Landen und der Steiermark zuerkannt und

1335

auch in Tirol, Kärnten und Krain.

17.2.1339

Tod seines Bruders und Mitregenten Hz. Otto d. Fröhliche.

1345

Hz. Albrecht II. lässt den ersten Österr. Golddukaten prägen.

1338-1349

Schwere Pestepidemien (ca. 25 Millionen Tote) und Naturkatastrophen in Österreich und Europa. (Erdbeben, Überschwemmungen, Heuschreckenschwärme, Missernten und arges Geisslerunwesen Fanatiker, die sich als Busse öffentlich geisselten.)

1351-1354

Mehrmalige Kriege mit den Schweizer Eidgenossen.

1355

Der Friede zu Regensburg beendet die Auseinandersetzungen mit den Schweizer Eidgenossen.

25.11.1355

Hz. Albrecht II. erlässt eine Hausordnung, wonach nach seinem Tode alle 4 Söhne gleichberechtigt sind, doch übernimmt Hz. Rudolf IV. (d. Stifter), beim Tode seines Vaters 19-jährig, die Regierung.


Die Burgen in der Blutrachefehde von 1308/09 gegen die Mörder König Albrechts I.
Historische und archäologische Befunde.
Vortragsmanuskript von Werner Meyer

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