Auf den Spuren der Habsburger

Die Einungen Hochsal, Dogern und Görwihl

Der Kirchturm von Hochsal

Görwihl und Dogern waren die eigentlichen Hauptorte der Grafschaft, Görwihl auf Grund seiner zentralen Lage und Dogern als Tagungsort der Einungsmeister, Aufbewahrungsort der Landeslade mit den Gnaden- und Freiheitsbriefen und anderen wichtigen Urkunden der Grafschaft Hauenstein. Diese Briefe liessen sich die Hauensteiner vor jedem Lehenseid und jeder Huldigung von Österreich bestätigen; sie waren für sie daher der grösste denkbare Schatz, der sorgsam gehütet wurde. In Görwihl wurde alljährlich Einungsmeister und Redmann gewählt.

Dogern, zunächst dem Habsburger Kloster Königsfelden im Aargau untertan, kam in der Reformation an die Stadt Bern, um 1684 an St. Blasien zu fallen. Als Hauptort der Einungen wurde Dogern immer wieder mit heftigen Kämpfen überzogen. Der Ort war lange Zeit auch Sitz des Redmanns. Bis 1730 war Dogern Versammlungsort der Aufständischen, was über den Ort viel Leid gebracht hat. Danach folgten unter Einungsmeister Tröndlin von Uteralpfen ruhigere Zeiten.

Zum Einungsort Hochsal gehörte der kleine Ort Hauenstein mit seiner Burg, auf der bis zum Brand von 1503 die Vögte über die Grafschaft Hauenstein wohnten. Andere beachtenswerte geschichtliche Zeugen haben sich im Unterschied zur Burg bis auf den heutigen Tag erhalten. Dazu gehört die auf das 11. Jahrhundert zurückgehende Kirche mit einer romanischen Krypta, in welcher die Gebeine der seligen Mechtildis ruhen. Der Kirchturm soll auf einen römischen Wachtturm zurückgehen. Die Ölbergkapelle, erbaut vor 1577, das barocke Pfarrhaus und die Pfarrscheune, ehemals Geschützunterstand des Hauensteiner Landfahnen machen Hochsal zu einem gern besuchten Ort im vorderen Hotzenwald.

Das Wirtshaus «Hirschen» in Dogern
Der historische Gasthof Adler in Görwihl

so sieht es aus

Auch das Ortswappen von Rotzel führt das alte Wappen der Grafschaft Hauenstein weiter und zeigt zwei Fichten sowie das Wappen von Österreich.

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