Auf den Spuren der Habsburger

Stockach

Das heimelige Städtchen Stockach, von der Stockacher Aach geteilt, empfängt von weithin den Besucher mit dem Zwiebelturm seiner stattlichen Pfarrkirche. Die Stadt brannte wegen kriegerischen Auseinandersetzungen Anfangs des 18. Jahrhundert ab. Viele historische Gebäude wurden aber sofort wieder neu aufgebaut. So machen schmale Gässchen und alte Häuserfluchten das Flanieren in der Oberstadt, dem alten Teil von Stockach, dennoch zu einem Spaziergang durch die ältere Geschichte: vorbei an Häusern, die vom Kloster Salem, von den Grafen von Nellenburg oder von der Tochter Maria Theresias, Marie-Antoinette, etwas zu erzählen wissen.
Reizvoll auch die fruchtbare Umgebung, der Hegau oder der nur eine Wegstunde weit entfernte, westliche Zipfel des Bodensees, Überlingersee genannt.

Historie

    1150 wird Stockach erstmals urkundlich erwähnt.
    1283 Gründung der Stadt durch die Grafen von Veringen-Nellenburg. Stockach liegt im Mittelpunkt der einstigen Landgrafschaft Nellenburg.
    1351 Der Hofnarr Kuoni von Stocken (Stockach) erbittet von seinem Herrn, Albrecht «dem Weisen» von Österreich, die Erlaubnis, in Stockach zwischen Maria Lichtmess und dem Sonntag Lätare die Gerechtsame ausüben zu dürfen, also ein freies (Narren)gericht abhalten zu können.
    Die Figur Kuonis entspringt dem Sagenkreis, der sich um die tatsächlich «sagenhafte» Schlacht von Morgarten im Jahre 1315 gebildet hat.
    1422 Stockach gelangt mit der Landgrafschaft Nellenburg an die Herren von Tengen, die beides 1465 an das Haus Habsburg verkaufen.
    1499 Stockach geht glimpflich aus dem Schwabenkrieg hervor.
    1525 Auch der Bauernkrieg vermag der Stadt nichts anzuhaben.
    1618-48 Der Dreissigjährige Krieg jedoch setzt der Stadt mit vielen Truppendurchmärsche, hohen Kontributionszahlungen, Plünderungen und Verwüstungen sehr zu.
    1704 Während des spanischen Erbfolgekriegs lässt der bayerische Kurfürst Max Emanuel II. Stockach am 25. Mai in Schutt und Asche legen. Nur 72 Bürger überleben.
    1799 Zur Zeit der Koalitionskriege findet ganz in der Nähe von Stockach 1799 eine Schlacht statt, welche der österreichische Erzherzog Karl für sich entscheiden kann.
    1806 Stockach kommt von österreichischer Herrschaft unter jene des Königs von Württemberg.
    1810 kommt Stockach an das Grossherzogtum Baden. Der Ort bleibt weiterhin Behördenstadt durch die Angliederung eines Bezirksamtes (bis 1972). Durch die Errichtung grösserer Industrieanlagen im 19. Jahrhundert erhielt Stockach weiter die Möglichkeit, sich aus dem Tief der letzten 200 Jahre zu erholen.
    1971/75 Verwaltungs- und Gemeindereform: eingemeindet werden Hindelwangen, Espasingen, Hoppetenzell, Mahlspüren im Hegau, Mahlspüren im Tal, Raithaslach, Seelfingen, Wahlwies, Winterspüren und Zizenhausen.

Verkehrsanbindung


Stockach liegt verkehrstechnisch sehr günstig, zwei Autobahnausfahrten führen in wenigen Minuten in die Stadt, wo viele kostenfreie Parkplätze zur Verfügung stehen. Mehrere Strassen (B14, B31 oder B313) führen in die Umgebung.

  
Umfangreiche Busverbindungen und der Schienenanschluss an die Hegau-Bodensee-Gürtelbahn, kurz «Seehas» genannt, ermöglichen auch bequem das Erreichen der Stadt und aller wichtigen Städte und Gemeinden in der Umgebung mit dem öffentlichen Verkehr.

Service

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Neudörfli 1
5600 Lenzburg

 

Für den EU-Raum:
Museum für Stadtgeschichte
Münsterplatz 30
DE-79098 Freiburg

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