Auf den Spuren der Habsburger

Der Brautzug in Vorderösterreich

Die Provinz Vorderösterreich geriet in große Aufregung wegen des zu erwartenden Hochzeitszuges. Der Wiener Hof hatte zu Beginn des Jahres 1770 seine Wünsche an jene Städte, Klöster und Fürstenresidenzen gerichtet, die auf der Reiseroute lagen. Für die Herren der Landstände, Städte, Klöster und Residenzen war es selbstverständlich, den Bitten des Kaisers zu entsprechen und die nötigen Vorbereitungen zu treffen: Wege und Straßen waren auszubessern oder zu erneuern; Lebensmittel in ausreichender Menge mußten herbeigeschafft und Übernachtungsquartiere für die Reisenden hergerichtet werden. Nach einem genauen Zeitplan und festgelegten Stationen hatten frische Zug- und Reitpferde zur Verfügung zu stehen. Für die Rasttage waren Empfänge, Theatervorführungen, Musikdarbietungen, Feuerwerke und Umzüge vorgesehen. Die Wände der Häuser wurden frisch gestrichen, Ehrenpforten errichtet und mit vielen Lichtern erhellt.

Dieser Aufwand kostete viel Geld. Manche Städte, Klöster und Gemeinden verschuldeten sich und gerieten in den Folgejahren in eine mißliche Lage, weil Mißernten und Überteuerung die Rückzahlung erschwerten. Das Kaiserhaus erstattete nur einen Teil der Kosten. Die Klöster wurden mit Dankschreiben Maria Theresias zufriedengestellt.

Vom Kloster Schuttern ist die Abrechnung der getätigten Auslagen erhalten. Ebenso die Zusammenstellung des Peronals, welches Maria Antonia bis zur Grenze am Rhein begleitete.

 

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Panorama von Donaueschingen

so sieht es aus

Maria Antonia

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