Auf den Spuren der Habsburger

Karls Ende

Karls Bruder Ferdinand

In der Estremadura, dem Land der conquistadores, liegt fernab aller größeren Städte in einem unwegsamen Tal der Ort Yuste. Auch für die reiseerprobten Menschen der damaligen Zeit ein "Ort am Ende der Welt". Hier zieht sich der große Monarch und von Kunst und Reichtum verwöhnte Mann in die Einsamkeit zurück, nachdem er im Zuge seiner Abdankung in Brüssel von 1555 an alle seine Herrscher- und Ehrentitel abgelegt hat. Es scheint fast so, als ob Karl hier den ungetrübten Anschluss an die Ideale und Werte seiner Kindheit sucht, die ihm in der neuzeitlichen Welt draussen nicht haben helfen können. In jedem Fall muß Karl mit Verbitterung feststellen, dass Macht und Ansehen eines Kaisers nicht mehr genügen, auf weltbewegende Fragen direkten Einfluss zu nehmen und die oberste Gewalt im Staate zu repräsentieren.

 

 

Obwohl Karls totaler Rückzug und sein Tod im Jahre 1558 die Zeitgenossen sehr betrübt, ist seine Reichsidee bald vergessen. Magellans Weltumseglung, Gutenbergs Buchdruck, Kopernikus' Weltbild, die erstmalige Verwendung von Siegellack, die Silbergewinnung durch Amalgamation, die Einführung neuer Gewürze, von Tabak und Kaffee im Handel, Brillen für Kurzsichtige oder die Heilkunde von Karls Leibarzt, Andreas Vesalius, und vieles andere mehr verändern das Denken und Leben der Menschen nachhaltiger als es ein Kaiser je vermocht hätte.

Uhrmacherkunst (16. Jahrhundert)
Christus mit der Weltkugel

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Uhr aus der Sammlung von Kaiser Karl V.

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