Auf den Spuren der Habsburger

Tengen

Das Stadttor von Tengen-Hinterburg
Das Stadttor von Tengen-Hinterburg
© GWS GmbH, Basel

Durch die geschichtliche Entwicklung bedingt muss man heute nach wie vor von drei Kernorten sprechen, um die Stadt Tengen als Ganzes richtig bezeichnen zu können: von Tengen-Dorf, Tengen-Hinterburg und Tengen-Stadt. Aber auch die eingemeindete Stadt Blumenfeld, die ihrerseits einen Besuch lohnt, wird dabei in einem Atemzug mitgenannt.
Das Mittelalter ist vor allem in Blumenfeld und in den drei Kernorten noch deutlich zu erkennen in der Stadtanlage, den Stadttoren, den Bogenbrücken, dem markanten Bergfried und dem Deutschordens-Schloss.

Historie

    1.-3. Jh. Römische Funde.
    878 entstand der älteste Teil von Tengen, einfach Dorf genannt, an der Strasse vom Hegau ins Wutachtal und in den Schwarzwald. In diese Zeit fällt auch die erste urkundliche Erwähnung von «teingon» im Zusammenhang mit einem bischöflichen Gutshof von Konstanz.
    12. Jh. In der Mitte des 12. Jh.s erbauten die Freiherren von Tengen auf einem nahe gelegenen Felsvorsprung eine Burg mit Bergfried.
    1100 wird Blumenfeld erstmals urkundlich erwähnt. Die Gründung der Siedlung geht auf die Herren von Blumberg zurück. Seit 1465 untersteht Blumenfeld der vorderösterreichischen Landgrafschaft Nellenburg.
    1275 Heinrich von Tengen verkaufte die hintere Herrschaft mit dem Dorf, zusammen mit weiteren Höfen und Dörfern an Albrecht von Klingenberg, der das Gebiet alsbald an die Habsburger weiterverkaufte.
    1291 Tengen-Hinterburg, das sich um die romanische Burganlage herum entwickelt hatte, erhielt zum bisherigen Marktrecht von König Rudolf I. auch das Stadtrecht (Urkunde ausgestellt in Basel). Zwischen Tengen-Dorf und Tengen-Hinterburg entstand im 13. Jh. eine zweite Stadtanlage, Tengen-Stadt genannt.
    1387 Die Klingenberger werden nunmehr als österreichische Lehensnehmer wieder Herren über ihre früheren Rechte und Besitze in der «hinteren Herrschaft Tengen».
    1422 Die Freiherren von Tengen werden zu Grafen ernannt. Ihnen gehörte Tengen-Stadt oder die «vordere Herrschaft» bis 1522.
    15. Jh. mehrere Herrschaftswechsel im vorderösterreichischen Gebiet um Tengen, wobei Tengen schlussendlich an die Deutschordenskommende Mainau fiel.
    1499 Im Schwabenkrieg verhält sich Tengen, zuvor Mitglied im schwäbischen Städtebund, neutral.
    1519 Die Burg fällt einem Brand zum Opfer und brennt bis auf den Grund nieder. Einzig der 32 m hohe Turm bleibt erhalten.
    1806 Tengen fällt nach der Auflösung der Heiligen Römischen Reiches an das Grossherzogtum Baden.
    19. Jh. Wachstum der Stadt. Es entstehen die meisten Gebäude zwischen Tengen-Dorf und Tengen-Stadt.
    1971/75 Gemeindereform: zur Gemeinde Tengen gehören nunmehr Büsslingen, Watterdingen und Wiechs am Randen sowie Beuren am Ried, Blumenfeld, Talheim, Uttenhofen und Weil.

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