Auf den Spuren der Habsburger

Weingarten

Das Kloster und sein Weingarten
Das Kloster und sein Weingarten
© GWS GmbH, Basel

Weingarten liegt in der Region von Allgäu und Bodensee und bildet zusammen mit Ravensburg das heutige Oberzentrum. Markant ist der Martinsberg, auf dem das Barockkloster Weingarten sich über die Stadt zu erheben scheint.
Die Altstadt lädt zum Verweilen ein, so der Münsterplatz mit den Wasserkaskaden des Martinusbrunnens oder der Kleine Münsterplatz, auf dem eine Figurengruppe an die Herrschaft der Welfen in Weingarten erinnert. Die Geschichte begegnet einem auch im Gasthof «Hirschen» oder in der Kirchstrasse bei Rat- und Amtshaus. Strassencafés und eine gepflegte Fussgängerzone machen den Bummel

Weingarten liegt in der Region von Allgäu und Bodensee und bildet zusammen mit Ravensburg das heutige Oberzentrum. Markant ist der Martinsberg, auf dem das Barockkloster Weingarten sich über die Stadt zu erheben scheint.
Die Altstadt lädt zum Verweilen ein, so der Münsterplatz mit den Wasserkaskaden des Martinusbrunnens oder der Kleine Münsterplatz, auf dem eine Figurengruppe an die Herrschaft der Welfen in Weingarten erinnert. Die Geschichte begegnet einem auch im Gasthof «Hirschen» oder in der Kirchstrasse bei Rat- und Amtshaus. Strassencafés und eine gepflegte Fussgängerzone machen den Bummel zu einem Erlebnis! Ein Besuch in Weingarten wird wertvoll abgerundet durch die Besichtigung der barocken Klosteranlage oder des Schlössles, das heute seine Pforten als Stadtmuseum öffnet.

 

zu einem Erlebnis! Ein Besuch in Weingarten wird wertvoll abgerundet durch die Besichtigung der barocken Klosteranlage oder des Schlössles, das heute seine Pforten als Stadtmuseum öffnet.

 

Historie

3. Jh. Alemannische Landnahme in rechtsrheinischem Gebiet. Altdorf/Weingarten wird dabei zu einem Zentrum des fränkischen Königshofes.

9 Jh. das fränkische Gut geht an die Welfen über.

11. Jh. erste Erwähnung der Stadt als «villa Altorfensis».

1056 gründen die Welfer Herzöge auf dem Martinsberg ein Männerkloster, das Grablege ihres Geschlechts wird und den bescheidenen Anfang der glanzvollen Benediktinerabtei Weingarten bildet. Die Siedlung Altdorf/Weingarten geht in der Folge zurück, die Menschen wandern in das nahegelegene Ravensburg aus, wo sich auch der Sitz der Welfen befindet.

13. Jh. Zugehörigkeit Altdorfs/Weingartens zur vorderösterreichischen Landvogtei Schwaben. Mit dieser Vogtei versuchte Rudolf von Habsburg, den oberschwäbischen Besitz der Staufer zu einen und seiner Familie zu erhalten, was nur zum Teil gelang.

1217 Das Kloster Weingarten gelangte mit seiner Buchmalerei zu grosser Bedeutung, so vor allem mit dem um 1217 geschaffenen Berthold-Sakramentar.

16. Jh. Der Stellvertreter des kaiserlichen Landvogtes hat seinen Sitz in der Stadt. Nach der Zerstörung der Ravensburg verlegt der Landvogt selber 1647 seinen Sitz nach Altdorf/Weingarten, das damit bis ins Jahr 1805 Hauptort der Landvogtei Oberschwaben wurde.

1525 «Weingartener Vertrag». Er beendet zur Zeit der Bauernkriege die Auseinandersetzungen im oberschwäbischen Raum und stellt die alte Ordnung wieder her.

1697 Unter Abt Sebastian Hyller wird die Klosteranlage auf dem Martinsberg zwischen 1697 bis 1730 wesentlich erweitert. So drückt sich die Glanzzeit des Barocks in verschiedenen Gebäulichkeiten und in der imposanten, unter dem Abt neu errichteten Klosterkirche aus.

1806 Altdorf/Weingarten kommt von Habsburg-Österreich an das Königreich Württemberg. Im Zuge der Säkularisation reduziert sich die bisher herrschende Macht der Kirchenherren in der Stadt drastisch.

1865 Weingarten erhält vom König von Württemberg das Stadt- und Marktrecht. Altdorf, wie der Marktflecken eigentlich bis dahin genannt wurde, heisst erst jetzt wie das Kloster: Weingarten.

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Münsterplatz 30
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