Auf den Spuren der Habsburger

Dreifaltigkeitskirche

Die Bischofsstadt
Die Bischofsstadt ermöglichte auch den Augustinern eine reiche Entfaltung.
© GWS GmbH, Rebekka Wuchner

Die Dreifaltigkeitskirche war vormals das Gotteshaus der 1268 in Konstanz gegründeten Augustinerkongregation. Diese nahm sich der Pflege der Aussätzigen an. Das Spital, das beim Kloster stand, wurde nach der Säkularisierung des Klosters 1874 abgebrochen.
Der Kirchenbau trägt die einfache Handschrift jeder Bettelordenskirche, wobei auffällig ist, dass sie keinen Turm sondern nur einen Dachreiter auf dem Mittelschiff hat. Die mittelalterliche Raumausstattung fiel dem Bildersturm zum Opfer. Glücklicherweise erhalten haben sich die Fresken an den Wänden des Mittelschiffes vom Jahre 1417. Sie stellen u. a. in 18 Szenen die Geschichte des Augustinerordens dar, zeigen aber auch das kaiserliche Stifterpaar; der thronende König Sigismund ist weiter an der Nordwand zu sehen. Die Figuren weisen eine hohe Ausdruckskraft auf. Weiter beachtenswert sind die im Rokoko und Barock entstandenen Zusätze, hier vor allem die reichen Stuckarbeiten sowie die Deckengemälde und die die barocke Schweizerkunst repräsentierenden Altäre.
Insgesamt verdient die künstlerische Ausstattung eine Würdigung, da sie einerseits heimischen Meistern zugeschrieben werden kann und andererseits vor allem in den Konzilsfresken ein selten erhaltenes Beispiel für das künstlerische Schaffen zu Anfang des 15. Jh. darstellt.
Die historische Würdigung liegt im Schwerpunkt sicher in der Bedeutung des Klosters während der Konzilszeit: die Augustiner beherbergten zahlreiche Bischöfe, aber auch König Sigismund wohnte gerne im Kloster und erneuerte zum Dank die Kirchenorgel und liess das Kirchenschiff, wie schon erwähnt, durch drei Maler schmücken.

Literatur

Schnell, Hugo: Dreifaltigkeitskirche Konstanz. 2. Auflage 1963.

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