Auf den Spuren der Habsburger

Ritterschaftshaus

Der Adel liess sich gerne in der gut befestigten Stadt Radolfzell nieder. So wissen wir beispielsweise auch vom Junker Hans von Schellenberg, der um 1600 im Ritterschaftshaus seinen Wohnsitz hatte. Obwohl sich heute darin das Amtsgericht befindet, hat das Haus seinen charakteristischen Namen behalten.
Der mächtige, mittelalterliche Bau mit seinen Eckrisaliten kündet von einem aufstrebenden städtischen Gemeinwesen, wie es Radolfzell viele Jahrhunderte lang war. Seit 1609 diente das Haus der Reichsritterschaft des Hegaus als Versammlungsort und als Verwaltungssitz ihres einflussreichsten Bundes, des «St. Jörgenschilds». Das Wappen der «St. Jörgenritter» ziert noch immer das Portal des stattlichen Gebäudes. Mitglieder dieses ritterlichen Bundes waren unter anderem die Herren von Tengen, die mit der Georgs-Kapelle bei Tengen auf ihre Art dem Patron des Ritterbundes ihres Ehre erwiesen haben.

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