Auf den Spuren der Habsburger

Der Blutritt

Die Heilig-Blut-Reliquie im Kloster
Die Heilig-Blut-Reliquie im Kloster
© GWS GmbH, Basel

Der Blutritt geht auf die Heilig-Blut-Reliquie zurück, welche im Jahre 1094 von Juditha, der Gattin Welfs IV. dem Kloster Weingarten vermacht worden war. Seither erfreut sich das Kloster einer lebhaften Wallfahrt.
Jährlich an Christi Himmelfahrt beginnt die zweitägige Verehrung der Reliquie mit einem Gottesdienst und der daran anschliessenden, abendlichen Lichterprozession. Die Prozession, an der jeweils tausende von Pilgern teilnehmen, führt auf dem 14-Stationenweg, unterbrochen mit Gebeten, auf den Kreuzberg. Am nächsten Tag schmücken Fahnen die Strassen und verkünden den «Blutfreitag». Wieder bewegt sich eine Prozession durch die Stadt, jedoch eine ungewöhnliche: rund 3'000 Pferde mit prächtigen Geschirren und ihre Reiter in Frack und Zylinder erweisen der mitgeführten Reliquie auf ihre Art die Ehre. Der Weingartener Blutrit stellt ein eindrucksvolles Glaubensbekenntnis der oberschwäbischen Katholiken dar und ist in seiner Art einmalig in Europa!

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