Auf den Spuren der Habsburger

Rudolfs Erbe

Das Kloster St. Blasien.

Der ansehnliche Besitz, die Grafschaftsrechte und die Kastvogteien über Klöster und Klostergut der Grafen von Habsburg im Elsass, im Schwarzwald, im Aargau und Zürichgau können lange Zeit ungeteilt an einen Sohn weitervererbt werden. Dadurch wird die Familie im 13. Jahrhundert im deutschen Südwesten des Heiligen Römischen Reichs ein bekanntes Adelshaus. Die Habsburger haben persönliche Kontakte zum staufischen Herrenhaus. Ein Ausdruck dessen ist die Patenschaft Kaiser Friedrichs II. bei der Taufe des kleinen Rudolf IV. Rudolfs Vater, Albrecht IV., muß erstmals das Erbe teilen. Sein jüngerer Bruder begründet mit seinem Anteil die Linie Habsburg-Laufenburg. 1240 kann Rudolf mit 22 Jahren wieder als Alleinerbe das mittlerweile umfangreiche Erbe seines Vaters antreten. Wie schon seine Vorfahren unterstützt auch Rudolf den Kaiser auf seinen Kriegszügen. Seine Treue zum Kaiser und später zu König Konrad IV. wird großzügig belohnt.

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Genealogie Rudolf I.

Vater: Rudolf I.

Albrecht I.

Herzog von Österreich und der Steiermark seit 1282
deutscher König
Wahlspruch: «FUGAM VICTORIA NESCIT = Der Sieg kennt keine Flucht.»

Geburtsdatum:
07.1255
Sterbedatum:
01.05.1308
Geburtsort:
Rheinfelden
Sterbeort:
Königsfelden bei Brugg
Todesursache:
ermordet von seinem Neffen Johann Parricida
Beisetzung:
Kaisergruft im Dom zu Speyer
Datum der Königswahl:
1298
Datum der Kaiserkrönung:
Regierungszeit:
1298 - 1308
 
EhepartnerIn: Elisabeth von Görz-Tirol ( *1262 – †1313 )
Heiratsdatum: 1274-11-20
Heiratsort: Wien
Kinder:
Anna von Habsburg (1280)
Agnes (1281)
Rudolf III. (1282)
Elisabeth (1285)
Friedrich (1289)
Leopold I. (1290)
Katharina (1295)
Albrecht II. (1298)
Heinrich (1299)
Meinhard (1300)
Otto (1301)
Jutta ()
Historische Meilensteine:

5.5.1292

Albrecht I. wird bei der Königswahl zu Gunsten von Adolf von Nassau übergangen.

23.6.1298

Absetzung von Adolf v. Nassau wegen grosser Konflikte mit den Kurfürsten.

24.6.1298

Wahl von Albrecht I. zum deutschen König in Mainz.

2.7.1298

Sieg von Albrecht in der Schlacht bei Göllheim (in der Nähe von Worms) über Adolf von Nassau, der in der Schlacht fällt.

27.7.1298

Wahl von Albrecht I. zum deutschen König in Mainz. (Vom Papst nicht anerkannt.)

24.8.1298

Krönung von Albrecht I. zum deutschen König in Aachen.

30.4.1303

Anerkennung von Albrecht I. durch Papst Bonifazius VIII. als deutscher König und künftigen Kaiser.

1.5.1308

Ermordung von Albrecht I. in der Nähe der Habsburg durch seinen Neffen Johann Parricida wegen Nichteinhaltung des Rheinfelder Vertrages und Verweigerung der Erbansprüche nach seiner Mutter Agnes.

Johann Parricida kann vor dem Todesurteil nach Italien entfliehen und wird Mönch in Pisa.

Link:
Rudolf als Träger des Habsburger Stammbaumes

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    Titelblatt des Jahrbuchs des Landkreises Waldshut 2009