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Die vier Waldstädte

Die vier Waldstädte

Die Ruine des Burgturmes.

Laufenburg, Waldshut, Säckingen und Rheinfelden waren die vier am Rhein liegenden habsburgisch-vorderösterreichischen Waldstädte. Wie ihr Name bereits anklingen lässt, waren sie auf vielfältige Weise mit den sie umgebenden Wäldern und den Menschen des Schwarzwaldes verbunden. Laufenburg war im Mittelalter ein stolzer Ort und bis 1408 Sitz der Linie Habsburg-Laufenburg. Sowohl in Laufenburg als auch in Rheinfelden hatten die Habsburger eine Burg zur Sicherung der Herrschaft erbauen lassen.

In Waldshut residierte der Waldvogt als Vertreter des habsburgisch-österreichischen Landesherrn. An die habsburgische Herrschaft erinnern bis heute zahlreiche Embleme an den Fassaden der Häuser. An markantem Ort wurden die Herrschaftsabzeichen ebenfalls angebracht: so weist am unteren Stadttor das Wappen Österreichs, der rot-weiss-rote Bindenschild, überhöht mit dem sogenannten «Pfauenstoss» in Richtung Basel. Im Zusammenhang mit den zahlreichen Vorstössen der Eidgenossen im 15. Jahrhundert über den Rhein in habsburgisches Territorium wurde 1468 auch Waldshut bedroht. Einer Sage gemäss sollen die bereits ausgehungerten Waldshuter den letzten Schafsbock ins Lager der eidgenössischen Belagerer gejagt und diese so verspottet haben, in dem sie riefen, sie wollten in ihrem Überfluss den Schweizern gutes Essen überlassen. Die Eidgenossen, von dieser List getäuscht, hätten daraufhin ihr Unternehmen abgebrochen und seien abgezogen. Bis auf den heutigen Tag gedenkt man jährlich an der Chilbi (Kirchweihfest) an diese wundersame Rettung vor dem Feind.

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