Auf den Spuren der Habsburger

Die Erbschaft Pfirt

Der Vertreter des Erzherzogs, der Graf von Pfirt
Der Vertreter des Erzherzogs, der Graf von Pfirt, leistet dem Bischof von Basel den Treueschwur für die Grafschaft, die mit dem Tod von Johanna im Jahr 1351 endgültig an die Habsburger überging.

Mit dem Tod von Ulrich III. von Pfirt am 11. März 1324 in Basel bricht in der Geschichte des Elsass eine wichtige Epoche an. Das Erbe, das er seinen beiden Töchtern hinterläßt, umfaßt den Sundgau, die südlichen Vogesen, die Burgunderpforte und den Nordrand des Juras. Hier liegen die Städte Thann, Dattenried und Altkirch. Auf seinen Vorteil bedacht, reagiert Leopold I. auf die Nachricht vom Tode Ulrichs III. rasch. Er schickt seinen jüngeren, noch unverheirateten Bruder Albrecht zu Johanna von Montbéliard, der Witwe Ulrichs III., damit er um die Hand der ältesten Tochter Johanna anhalte. Johanna von Montbéliard entschädigt ihre jüngste Tochter Ursula mit einer statthaften Summe für den Erbverzicht. Die Verhandlungen verlaufen erfolgreich, und am 17. März besiegelt sie in Thann den Vertrag mit Albrecht. Albrecht verdient sich durch diese Heirat den Spitznamen «der Weise», verschafft er doch den Habsburgern dadurch die Herrschaft über die einzige kompakte politische Einheit im Elsass. Zudem sind die Kinder von Albrecht und Johanna von Pfirt die einzigen, die das Geschlecht der Habsburger weiterführen, da keiner seiner Brüder männliche Nachkommen hinterließ.

Pfirt und Gaming

Albrecht III.

Herzog von Österreich und Steiermark 1365
Beiname: mit dem Zopfe
Wahlspruch: «NIL ADSPICIT NON ADSPICITUR = Der wird nicht geachtet, der selbst nicht achtet. »

Geburtsdatum:
09.09.1348
Sterbedatum:
29.08.1395
Geburtsort:
Wien
Sterbeort:
Laxenburg bei Wien
Todesursache:
Beisetzung:
Stephansdom Wien, Fürstengruft
Datum der Königswahl:
Datum der Kaiserkrönung:
Regierungszeit:
1365 - 1395
 
EhepartnerIn: Elisabeth ( *1358 – †1373 )
Heiratsdatum: 19.3.1366
Heiratsort: Wien
Kinder:
EhepartnerIn: Beatrix von Nürnberg ( *1355 – †1414 )
Heiratsdatum: 4.3.1375
Heiratsort: Wien
Kinder:
Albrecht IV. (1377)
Historische Meilensteine:

1365
Hz. Albrecht
III. ist bei Regierungsantritt 17 Jahre.

26.3.1366
Karl
IV. schliesst mit Hz. Albrecht III. einen Erbvertrag. Beim Aussterben eines Geschlechtes fällt der Länderbesitz dem anderen zu. (Erneuerung des Vertrages vom 10.2.1364)

25.9.1379
Vertrag von Neuberg (Steiermark). Teilung der Machtsphären, obwohl die Unteilbarkeit der österr. Kronländer nicht nur durch die «Rudolphinische Hausordnung», sondern auch durch die Belehnungsurkunde festgesetzt war, bittet Hz., Leopold III. (120)- Bruder von Hz. Albrecht III. - Karl IV. (80)um seine Einwilligung zu dieser neuen Verfassung. Ausspruch von Karl IV.: «Wir haben lange vergebens getrachtet, das Haus Österreich zu demütigen, jetzt erniedrigt es sich selbst.»

1379-1457 Albertinische Linie:
Österreich ob und unter der Enns mit Steyr, Hallstatt und das Salzkammergut.

1379-1493 Leopoldinische Linie:
Steiermark, Kärnten, Krain, Windische Mark, Istrien, Tirol und die Vorlande.

Das Erb- und Vorkaufsrecht, sowie gegenseitige Hilfe bei Feindangriffen sollten den Zusammenhang der Länder wahren, doch setzten sehr bald innerhalb der beiden Linien grosse Zwistigkeiten und Wirren ein.

1386
Nach dem Tode seines Bruders Hz. Leopold III., gefallen in der Schlacht bei Sempach (Kanton Luzern, Schweiz) am 9.7.1386, regiert Hz.  Albrecht III. auf Grund des Hausvertrages für die 4 unmündigen Söhne von Hz. Leopold III.

9.4.1388
Nach dem Sieg der Eidgenossen in der Schlacht bei Näfels (Dorf im Kanton Glarus, Schweiz) Aner­kennung der Unabhängigkeit der Schweiz und Verzicht der Habsburger auf viele Besitzungen in der Schweiz.

2.6.1390
Zur Sicherung der gegenseitigen Macht schliesst Hz. Albrecht
III. mit Kg. Sigismund und Mkgf. Jobst v. Mähren ein Bündnis ab.


Statuen von Albrecht und Johanna im Stephansdom in Wien
Statuen von Albrecht und Johanna im Stephansdom in Wien

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