Auf den Spuren der Habsburger

Die Erzherzöge Österreichs

Der Erzherzog Rudolv IV. ist als Stifter des gotischen Domes St. Stephan in Wien sowie der Universität Wien in die Geschichte eingegangen. (Historisches Museum Wien)
Der Erzherzog Rudolf IV.
Eine der Erzherzogskronen (von 1616), bescheiden Erzherzogshut genannt. In ihrer Anlage als Zackenkrone mit Bügel sowie in der Ausführung folgt sie bedeutend älteren Vorbildern und soll auf die Tradition des Hauses Habsburg verweisen. (Kunsthistorisches Museum Wien)
Eine der Erzherzogskronen (von 1616)

Im Jahre 1357 belehnt Kaiser Karl IV. aus dem Hause Luxemburg seinen Schwiegersohn Rudolf IV., Herzog von Österreich, mit Landvogteien in Schwaben und im Elsass. Weiter überträgt er ihm die repräsentativen Aufgaben gewisser Erzämter bei den Bischöfen von Straßburg und Brixen sowie dem Abt von St. Gallen. Rudolf versteht dies programmatisch als Wiederherstellung des Herzotums Schwaben und beginnt weitere Titel zu führen. Kaiser Karl IV. geht dies alles zu rasch und zu weit. 1359 verbietet er Rudolf, die Titel weiter zu führen und entzieht ihm die Landvogteien. Im Jahre 1361 lädt Rudolf alle Lehensnehmer nach Zofingen zum Lehenstag ein und verteilt ihnen, wie ein Herzog, zusammen mit seinem Bruder, erneut ihre Lehen. Der Kaiser ist erzürnt und Rudolf muss Abbitte leisten. Damit mißlingt einmal mehr die Begründung einer einheitlichen Territorialherrschaft im Südwesten des Reiches, wodurch sich das Interesse der Habsburger weiter nach Osten verlagert.

Gut gefälscht und gültig - das Privilegium majus.

Genealogie Rudolf IV:

Albrecht II.

Herzog von Österreich und der Steiermark 1330
Beiname: der Weise, der Lahme
Wahlspruch: «ET HIC VIRUM AGIT = Auch das (Holzbein) bringt den Mann voran.»

Geburtsdatum:
12.12.1298
Sterbedatum:
20.07.1358
Geburtsort:
Brugg an der Aare (auf der Habsburg)
Sterbeort:
Wien
Todesursache:
Arthritis, paralytischer Anfall
Beisetzung:
Kloster (Kartause) Gaming, Niederösterreich. 1797 überführt in die Pfarrkirche von Gaming
Datum der Königswahl:
Datum der Kaiserkrönung:
Regierungszeit:
1330 - 1358
 
EhepartnerIn: Johanna von Pfirt ( *1300 – †1351 )
Heiratsdatum: 26.3.1324
Heiratsort: Wien
Kinder:
Rudolf IV. (1339)
Katharina (1342)
Margarete (1346)
Friedrich III. (1347)
Albrecht III. (1348)
Leopold III. (1351)
Historische Meilensteine:

25.3.1330

Hz. Albrecht II. erleidet durch einen Vergiftungsversuch in der Wiener Hofburg Lähmungen an Händen und Füssen. Trotzdem war er sehr tatkräftig und beim Volk sehr beliebt.

6.8.1330

Vertragsabschluss zwischen Hz. Albrecht II. und Ludwig IV. d. Bayer (50). Gegen Verzicht auf die Königskrone und das Reich wird den Habsburgern die Herrschaft in den österr. Landen und der Steiermark zuerkannt und

1335

auch in Tirol, Kärnten und Krain.

17.2.1339

Tod seines Bruders und Mitregenten Hz. Otto d. Fröhliche.

1345

Hz. Albrecht II. lässt den ersten Österr. Golddukaten prägen.

1338-1349

Schwere Pestepidemien (ca. 25 Millionen Tote) und Naturkatastrophen in Österreich und Europa. (Erdbeben, Überschwemmungen, Heuschreckenschwärme, Missernten und arges Geisslerunwesen Fanatiker, die sich als Busse öffentlich geisselten.)

1351-1354

Mehrmalige Kriege mit den Schweizer Eidgenossen.

1355

Der Friede zu Regensburg beendet die Auseinandersetzungen mit den Schweizer Eidgenossen.

25.11.1355

Hz. Albrecht II. erlässt eine Hausordnung, wonach nach seinem Tode alle 4 Söhne gleichberechtigt sind, doch übernimmt Hz. Rudolf IV. (d. Stifter), beim Tode seines Vaters 19-jährig, die Regierung.


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