Auf den Spuren der Habsburger

Gertrud von Hohenberg

Die kleine Stadt Brugg im Aargau

Die Gräfin Gertrud von Hohenberg stammt aus Schwaben. Sie bekommt mit Rudolf IV. einen ehrgeizigen Mann, der sich als Ritter in Turnieren und auf Kriegszügen bewährt hat. Ihre Mitgift, das Albrechtstal im Elsass, bildet eine willkommene Abrundung des habsburgischen Besitzes. Gertrud verfügt über alle Tugenden einer adeligen Dame: Sie ist wohltätig und selbst ihren Feinden gegenüber großmütig. Als Ehefrau schenkt sie Rudolf elf Kinder und unterstützt ihn mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln in seiner Reichspolitik. Nach über zwei Jahrzehnten als Gräfin von Habsburg wird Gertrud an der Seite ihres Mannes 1273 zur Königin gekrönt. Sie nennt sich fortan Königin Anna. Auf ihrem Sterbebett in Wien wünscht sie 1281, im Basler Münster begraben zu werden. Damit beweist sie zum letzten Mal herrscherliche Güte gegenüber jener Stadt, die Rudolf mit Kriegen und Fehden heimgesucht hatte.

Starke Frauen der Habsburger.

Die Grabplatte im Basler Münster

Genealogie Gertrud von Hohenberg

Vater: Rudolf I.

Albrecht I.

Herzog von Österreich und der Steiermark seit 1282
deutscher König
Wahlspruch: «FUGAM VICTORIA NESCIT = Der Sieg kennt keine Flucht.»

Geburtsdatum:
07.1255
Sterbedatum:
01.05.1308
Geburtsort:
Rheinfelden
Sterbeort:
Königsfelden bei Brugg
Todesursache:
ermordet von seinem Neffen Johann Parricida
Beisetzung:
Kaisergruft im Dom zu Speyer
Datum der Königswahl:
1298
Datum der Kaiserkrönung:
Regierungszeit:
1298 - 1308
 
EhepartnerIn: Elisabeth von Görz-Tirol ( *1262 – †1313 )
Heiratsdatum: 1274-11-20
Heiratsort: Wien
Kinder:
Anna von Habsburg (1280)
Agnes (1281)
Rudolf III. (1282)
Elisabeth (1285)
Friedrich (1289)
Leopold I. (1290)
Katharina (1295)
Albrecht II. (1298)
Heinrich (1299)
Meinhard (1300)
Otto (1301)
Jutta ()
Historische Meilensteine:

5.5.1292

Albrecht I. wird bei der Königswahl zu Gunsten von Adolf von Nassau übergangen.

23.6.1298

Absetzung von Adolf v. Nassau wegen grosser Konflikte mit den Kurfürsten.

24.6.1298

Wahl von Albrecht I. zum deutschen König in Mainz.

2.7.1298

Sieg von Albrecht in der Schlacht bei Göllheim (in der Nähe von Worms) über Adolf von Nassau, der in der Schlacht fällt.

27.7.1298

Wahl von Albrecht I. zum deutschen König in Mainz. (Vom Papst nicht anerkannt.)

24.8.1298

Krönung von Albrecht I. zum deutschen König in Aachen.

30.4.1303

Anerkennung von Albrecht I. durch Papst Bonifazius VIII. als deutscher König und künftigen Kaiser.

1.5.1308

Ermordung von Albrecht I. in der Nähe der Habsburg durch seinen Neffen Johann Parricida wegen Nichteinhaltung des Rheinfelder Vertrages und Verweigerung der Erbansprüche nach seiner Mutter Agnes.

Johann Parricida kann vor dem Todesurteil nach Italien entfliehen und wird Mönch in Pisa.

Link:

    Seite empfehlen

    Lesen Sie!

    Eine kurze Geschichte in eigener Sache...

    Titelblatt des Jahrbuchs des Landkreises Waldshut 2009