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Wahl und Krönung

Wahl und Krönung

Die Krönungszeremonie in Aachen

Die «Königsmacher» im Heiligen Römischen Reich sind die sieben Kurfürsten. Ihre Wahl fällt nach zwei schwachen Königen 1273 auf Rudolf von Habsburg. Der tapfere Ritter soll das Reich wieder einen und das Unabhängigkeitsstreben mancher Fürsten sowie den Freiheitsdurst der Reichsstädte unterbinden. Da die Habsburger nicht zum Reichsfürstenstand gehören und also keine königlichen Hofämter bekleiden, scheint nicht die Gefahr zu bestehen, daß diese Familie übermächtig werden könnte. In einer feierlichen Zeremonie werden Rudolf und seine Frau Gertrud am 24. Oktober 1273 in der Pfalzkirche in Aachen zu König und Königin gekrönt. Aachen ist die Krönungsstadt der römischen Könige. Sie verdankt diese weitgehend einzige Bedeutung Karl dem Großen, der im 9. Jahrhundert auch die Pfalzkirche hat erbauen lassen. Rudolf erweist sich als starker König, der seine neue Position zudem geschickt dazu nutzt, die eigene Hausmacht auszubauen. Als frommen und bescheidenen Herrscher preisen ihn viele Legenden, die bereits wenige Jahrzehnte später im Volk kursieren.

Mehr zum Ende der Staufer, den Kurfürsten und den Legenden um Rudolf.

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