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Ideologie und Propaganda

Ideologie und Propaganda

Angeblicher Frauenraub in der Innerschweiz
Angeblicher Frauenraub in der Innerschweiz

Im schweizerischen Selbstverständnis gilt seit dem 15. Jahrhundert das Haus Habsburg-Österreich als der «Erbfeind», durch dessen Überwindung die politische Unabhängigkeit der Eidgenossenschaft errungen worden sei. Dem Vorwurf, von den rechtmäßigen Herren abgefallen zu sein, begegnen die Eidgenossen mit dem Hinweis auf ihre angeblich «uralte» Reichsunmittelbarkeit sowie mit dem Argument der ungerechten Willkürherrschaft, welche die Habsburger und ihre Vögte ausgeübt hätten. Die neuere Geschichtsforschung weist nach, daß zwischen Habsburg-Österreich und den Eidgenossen ein viel differenzierteres Verhältnis bestanden hat, das vom propagandistischen Gegensatz gut-böse nicht erfaßt werden kann.

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