Seitentitel:
Österreich und die eidgenossische Neutralität

Österreich und die eidgenossische Neutralität

Burg Tarasp

Seit den Burgunderkriegen gerät die Eidgenossenschaft immer mehr unter den Einfluß des Königs von Frankreich, der sich der politischen Führungsschicht in den einzelnen Orten und in der Tagsatzung durch Bestechung zu versichern weiß. In den Soldverträgen mit Frankreich behalten sich die Eidgenossen aber stets den Kaiser und das Heilige Römische Reich vor, auf dessen Privilegien ihre Autonomie beruht. Da das Kaisertum seit dem 15. Jahrhundert als Teil der habsburgischen Hausmacht gilt, wird es den Eidgenossen in den europäischen Konflikten des 16./17. Jahrhunderts zwischen Frankreich und Habsburg-Österreich möglich, neutrale Zurückhaltung zu üben. Erst mit der Entlassung der Eidgenossenschaft aus dem Reich 1648, betrieben von Frankreich, fällt der Vorbehalt weg, was die Schweiz in eine Abhängigkeit von Frankreich bringt, die dem Status eines Satellitenlandes entspricht. Eine verfassungsmäßige Neutralität ist für die Schweiz erst seit dem Wiener Kongreß denkbar.

Satellitenstaaten Frankreichs.

Bürgermeister Rudolf Wettstein von Basel
Empfang von Schweizer Söldnern
Fenster schliessen