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Die Burgunderkriege

Die Burgunderkriege

Eidgenoßen verteilen die erbeuteten burgundischen Geschütze

Vom Kaiser zum Reichskrieg gegen Karl den Kühnen aufgefordert und von König Ludwig XI. bestochen, entschloß sich die eidgenössische Führungsschicht, der großen Koalition gegen Burgund beizutreten. Bevor es zum direkten Kampf zwischen den Eidgenossen und Herzog Karl kam, löste sich das antihabsburgische Bündnis aber auf, so daß die Eidgenossen, angeführt von Bern, den Krieg praktisch allein führen mußten. Hilfe erhielten sie lediglich von der Niederen Vereinigung und von Herzog Sigismund von Österreich. Karls des Kühnen Feldzüge gegen die Eidgenossen endeten mit einer Katastrophe für das Herzogtum. Nach den Niederlagen von Héricourt, Grandson und Murten sowie nach schrecklichen Plünderungszügen der Schweizer in die Waadt und die Franche-Comté brach Karl das hoffnungslose Unternehmen ab und konzentrierte sich auf die Rückeroberung des Herzogtums Lothringen. Hier fiel er 1477 in der Schlacht bei Nancy im Kampf gegen Schweizer Söldner, die Herzog Renatus von Lothringen zur Verteidigung seines Landes angeworben hatte.

Kämpfen oder Kaufen?

Das Schlachtgelände bei Grandson
Stadtbefestigung und Burganlage von Murten
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