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Das Mittelalter am Oberrhein

Das Mittelalter am Oberrhein

Ausschnitt aus einem Monatsbild des Codex Gunta

Gesellschaft und Wirtschaft am Oberrhein waren geprägt durch die Herrschaft der Römer und die Zeit der Völkerwanderung. Im Mittelalter bestimmen zunehmend die Regeln des Lehenswesens die Formen des Zusammenlebens und die Verteilung des fruchtbaren und über weite Gebiete noch unerschlossenen Landes. Adel und Klerus werden zu den grössten Landbesitzern, das freie Bauerntum verschwindet weitgehend. Es bildet sich eine Drei-Stände-Gesellschaft aus. Darin wirkt die Kirche als Vermittlerin des christlichen Glaubens als einende Kraft.Der Landesausbau - die Erschliessung der Wälder - führt  zu weiteren Stadtgründungen. Die Städte werden zu einer neuen Kraft, welche die ständische Ordnung erweitert. Sie schaffen sich gemäss ihren Bedürfnissen neue Rechte und Strukturen, zum Beispiel das Zunftwesen, verfügen über eine grosse Finanzkraft und machen sich damit im 14. Jahrhundert weitgehend unabhängig.

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