Die Erbschaft Pfirt
Mit dem Tod von Ulrich III. von Pfirt am 11. März 1324 in Basel bricht in der Geschichte des Elsass eine wichtige Epoche an. Das Erbe, das er seinen beiden Töchtern hinterläßt, umfaßt den Sundgau, die südlichen Vogesen, die Burgunderpforte und den Nordrand des Juras. Hier liegen die Städte Thann, Dattenried und Altkirch. Auf seinen Vorteil bedacht, reagiert Leopold I. auf die Nachricht vom Tode Ulrichs III. rasch. Er schickt seinen jüngeren, noch unverheirateten Bruder Albrecht zu Johanna von Montbéliard, der Witwe Ulrichs III., damit er um die Hand der ältesten Tochter Johanna anhalte. Johanna von Montbéliard entschädigt ihre jüngste Tochter Ursula mit einer statthaften Summe für den Erbverzicht. Die Verhandlungen verlaufen erfolgreich, und am 17. März besiegelt sie in Thann den Vertrag mit Albrecht. Albrecht verdient sich durch diese Heirat den Spitznamen «der Weise», verschafft er doch den Habsburgern dadurch die Herrschaft über die einzige kompakte politische Einheit im Elsass. Zudem sind die Kinder von Albrecht und Johanna von Pfirt die einzigen, die das Geschlecht der Habsburger weiterführen, da keiner seiner Brüder männliche Nachkommen hinterließ.





















