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Die Einungen Wolpadingen und Höchenschwand

Die Einungen Wolpadingen und Höchenschwand

Die heutige Kirche von Ibach

Wolpadingen und Höchenschwand lagen in direkter Nachbarschaft zum «Twing und Bann» des Klosters St. Blasien. Zahlreiche Kleindenkmale und Grenzsteine erinnern an diese frühere Grenze zwischen der Grafschaft Hauenstein und St. Blasien.

Ibach und sein Kirchlein mit angebautem Pfarrhaus weist auf eine wechselvolle, eigene Geschichte in der Einung Wolpadingen hin. Es wurde zunächst von den Herren zu Tiefenstein als Jagdschloss erbaut und später zur Klosterzelle umgebaut. Als «Cella nova» (neue Zelle) erhielt das Kloster Stein am Rhein dieses als Geschenk. Rudolf von Habsburg vertrieb die Mönche und zerstörte die Klosterzelle; er erwarb aber nach Zahlung einer Busse das Gebiet selber und liess eine Kapelle als habsburgische Patronatspfarrei aufbauen. 1315 kam «Neuenzell» zu St. Blasien.

Die Einung Höchenschwand war mit über 1000 M.ü.M. der höchstgelegene Einungsort. Der Ort Höchenschwand gab der Einung ihren Namen, gehörte selber jedoch lange Zeit zum Immunitätsbezirk des Klosters St. Blasien. Die Siedlungen auf dem Höchenschwander Berg gehen alle auf St. Blasianische Bruderhöfe zurück. Im 9. Jahrhundert trafen in diesem Gebiet bis hinauf zum Schluchsee noch die Interessen der Klöster St. Gallen, Reichenau und Allerheiligen aufeinander. Im Zusammenhang mit der Landkolonisation bauten entweder die St. Galler oder die Herren von Nellenburg zur Sicherung des Gebietes die Burg Tombruck beim Tombach.

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